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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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liche» Retter.Roland," sagte Frau Maria,geh hin,küsse dem edlen Ritter die Hand und bitte ihn, er möge deinBeschützer sein." Roland rührte sich nicht und fuhr fortHerrn Halbert anzustarren.Geh zu dem Ritter," wieder-holte die Frau;was fürchtest du dich, mein Kind? Geh,küsse Herrn Halbert die Hand."

Ich will Niemandes Hand küssen, als die Eurigc, gnädigeFrau," versetzte der Knabe.

Lhuc, was dir befohlen ist, Kind," Wiederholte FrauMarie.Er hat Scheu vor Euch," bemerkte sie entschul-digend gegen ihren Gemahl.Aber ist cs nicht ein hübscherJunge?"

Wolf ist auch hübsch," antwortete Herr Halbert, seinengroßen vierfüßigen Liebling tätschelnd;aber er hat dabei dendoppelten Vorzug vor Eurem Liebling, daß er thut, was manihm sagt, und daß er es nicht hört, wenn er gelobt wird."

Nein, wahrlich Ihr seid böse über mich," versetzte dieEdclfrau,und doch sehe ich nicht ab, warum. Was istUnrechtes dabei, ein Waisenkind aufzunchmen und gern zuhaben, was liebenswürdig ist. Aber Ihr habt Meister Wardenzu Edinburgh gesehen, und er hat Euch gegen den armenKnaben eingenommen."

Liebe Marie," sprach der Ritter,Meister Wardenkennt seine Stellung zu gut, als daß er sich in unsere häus-lichen Angelegenheiten mischen sollte. Ich tadele es weder,daß Ihr diesen Knaben ausgenommen habt, noch daß IhrZuneigung für denselben hegt. Aber ich dächte, in Betrachtseiner Herkunft und seiner Aussichten solltet Ihr ihn nicht mitübertriebener Zärtlichkeit behandeln, welche ihn am Ende nurungeeignet machen kann für die niedrige Stellung, zu welcherihn der Himmel bestimmt hat."