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herbcigerufcn, dieselben wieder in Ordnung zu bringen, undkonnte sich nicht enthalten, zu bemerken, daß des Herrn Lieb-ling eben so viel Unfug mache, wie der Frauen Edelknabe.
„Wer ist denn dieser Edelknabe, Marie?" fragte derRitter, veranlaßt durch die Bemerkung der Kammersungfcr.„Wer ist dieser Edelknabe, den Jedermann meinem altenFreund und Liebling gcgenüberzustellen scheint? Seit wannseid Ihr so vornehm geworden, daß Ihr einen Edelknabenhaltet? und wer ist der Junge?"
„Ich hoffe, Halbert," sagte die Edclfrau erröthend, „Ihrwerdet Eurer Gemahlin nicht geringere Bedienung zugestehen,als anderen Frauen ihres Ranges."
„Gewiß nicht, Dame Maria," versetzte der Ritter. „So-bald Ihr einen solchen Diener wünscht, kann ich nichts dagegenhaben. Indessen habe ich cs nie geliebt, solches Gesinde zuhalten. — Edelknabe einer Frau! Den stolzen englischen Da-men mag es wohl anstehen, einen zarten Jüngling zu haben,der ihnen die Schleppe trägt aus ihrer Kammer in den Saal,der sie fächelt, wenn sie schlummern, der ihnen die Laute schlägt,wenn sie Lust haben cs zu hören. Aber unsere schottischenHausfrauen waren sonst über solche Eitelkeiten erhaben, undunsere schottischen Jünglinge sollten zu Speer und Sporenerzogen werden."
„Lieber Mann," sprach Frau von Avenel, „ich habe bloßgescherzt, als ich das Kind meinen Edelknaben nannte. Es istweiter nichts, als ein Waisenkind, welches ich vom Untergangin dem See gerettet und seitdem aus Erbarmen in der Burgbehalten habe. — Alias, bring' den kleinen Roland her."
Roland erschien, flog aus seine Wohlthäterin zu, hielt sichan den Falten ihres Rockes, drehte sich, dann herum und be-trachtete aufmerksam und nicht ohne Aengstlichkeit den statt-
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