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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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Kopf und Herz und Hand verliehen, den Namen zu behaupten,wie er nvthwendig behauptet werden muß."

Mir hat cs keinen Namen zu behaupten gegeben," sprachHalbert, langsam im Zimmer auf und ab gehend.MeinArm ist unter den Vordersten gewesen in jedem Strauß, meineStimme ist in jedem Rath gehört worden und die Weisestenhaben mich nicht zurecht gewiesen. Der verschlagene Lcthington,der verschlossene, finstere Mocton haben mit mir heimlichenRath gepflogen, und Grange und Lindsay haben zugcstandcn,daß ich im Feld die Pflicht eines wackeren Ritters erfülle.Aber laß die Gelegenheit vorüber sein, wo sic meinen Kopfund meine Hand bedürfen, und sie kennen mich nur als denSohn des namenlosen Hubers zu Glendcarg."

Dies war ein Kapitel, vor welchem der Burgfrau immerbange war. Der ihrem Gemahl crtheilte Rang, die Gunst, inwelcher er bei dem mächtigen Grafen von Murray stand, unddie Geistcsgaben, mit welchen er sich jenes Ranges und dieserGunst würdig bewies, mehrten eher den Neid gegen HerrnHalbert Glcndinning von Seiten eines stolzen Adels, als sicihn minderten. Man sah mit Widerwillen einen Mann vongeringer Herkunft, der lediglich durch eigenes Verdienst sichauf seine jetzige Höhe cmporgcschwungcn hatte. Seine Seelcn-stärke befähigte ihn nicht, die eingebildeten Vortheilc höhererAbkunft zu verachten, welche von Allen, mit denen er verkehrte,so hoch angeschlagen wurden. Einen Beweis, wie leicht selbstdie edelsten Gemüthcr sich von unpassender Eifersucht beschlei-chen lassen, liefert der Umstand, daß Halbert sich zuweilen gc-dcmüthigt fühlte bei dem Gedanken, seine Gemahlin besitze dieVorzüge der Geburt und hoher Abkunft, welche ihm abgingcn,und daß cs ihm wehe that, sein Ansehen als Herr von Avcnelbeschränkt zu sehen durch den Umstand, daß sein Besitz ihm