hänglichkcit zu zeigen. In diesem Augenblick ward ein Noth-schrei vom Ufer gehört aus dem Häuflein der spielenden Kinder,welche eben noch so lustig gewesen waren.
Das Schiffchen, der Gegenstand des Entzückens und derAufmerksamkeit der Kinder, war in den Büschen von Wasser-lilien auf einer Untiefe einen Pfeilschuß weit vom Ufer fest-gefahren. Ein verwegener kleiner Knabe, welcher der Vorderstegewesen war unter denen, die um den See herumliefen, besannsich keinen Augenblick, zog seinen Rock aus, stürzte sich in's Wasserund schwamm auf den Gegenstand der allgemeinen Sorge zu.Die erste Regung der Frau von Avencl war, um Hülfe zu rufen,Allein da sic sah, daß der Knabe sicher und furchtlos schwamm,und daß zwei Dorfbewohner, welche von ferne zusahcn, seinet-wegen keine Besorgniß blicken ließen, glaubte sie, er sei seinerKunst Meister, und fürchtete weiter keine Gefahr. Aber sei cs,daß der Knabe mit der Brust wider einen verdeckten Felsengestoßen war, oder daß er den Krampf bekommen, oder daß erseine Kraft überschätzt hatte — genug, als er das Spielzeug ausdem Schilf losgemacht hatte, daß es weiter fahren konnte, undeinige Schritte zurückgeschwommen war, richtete er sich plötz-lich im Wasser auf, schrie laut und schlug in Angst und Schmerzdie Hände zusammen.
Frau von Avenel rief erschrocken ihren Dienern zu, sie soll-ten den Kahn nehmen. Aber dies erforderte einige Zeit. Dereinzige Kahn, welcher auf dem See fahren durfte, lag angebundenin dem zweiten Durchstich des Dammes, und cs dauerte einigeMinuten bis es losgemacht war und fortrudertc. Frau Mariasah mit Angst die Anstrengungen, welche der Knabe machte,um sich über dem Wasser zu halten, und wie dieselben in einschwaches Zappeln übergingen, welches bald ein Ende genom-men haben würde, wäre nicht schnelle und unverhoffte Hülfe