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5 (1851) Der Abt
Entstehung
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gen, allein von Seiten des Verfassers schien es unklug zu seindie Erklärung zu geben. Wie lobenswerth auch immer dieGeschicklichkeit sein mag, welche alle losen Fäden einer Erzählungam Ende zusammenfaßt, wie die Strickerin am Ende ihresStrumpfes, so müßte ich mich doch sehr täuschen, wenn nicht inmanchen Fällen ein größerer Vortheil erlangt wird durch dasAnsehen von Wahrheit, welches der Mangel der Erklärungeinem Werke verleiht. Im wirklichen Leben stoßen jedem Men-schen Dinge zu, deren wahre Ursache er nie erfährt, und solltenwir den auffallendsten Unterschied zwischen einer wahren undeiner erdichteten Erzählung angebcn, so würden wir sagen:Erstere ist dunkel, zweifelhaft und gehcimnißvoll in Betreff derentfernteren Ursachen der in ihr enthaltenen Begebenheiten,m letzterer hingegen ist cs Pflicht des^ Erzählers, genügendeAuskunft zu geben über die Ursachen der einzelnen von ihmberichteten Ereignisse: mit einem Wort, über Alles Rechenschaftzu geben. Der Leser ist, wie Mungo im Vorlegschloß, nichtzufrieden, wenn er Etwas liest, was er nicht vollständig begreift.

Darum habe ich in der Einleitung zum Abt jeden Ver-such unterlassen, die vorhergehende Geschichte zu erklären oderUnverständlichkeiten in derselben zu entschuldigen.

Eben so wenig würde es klug gewesen sein, in der Ein-leitung zum Abt auszusprechen, worauf ich die Hoffnung baute,daß dieser Roman mehr ansprechen würde, als seine Vorgänger.Ein spannender Titel oder die Ankündigung eines beliebten Ge-genstandes ist ^in Recept, auf welches die Buchhändler vielhalten, welches aber die Verfasser nicht immer wirksam finden.Die Sache verdient einen Augenblick der Erwägung.

Zn jedem Lande gibt es historische Characterc, welche eineunfehlbare Zauberkraft besitzen, Neugier zu erregen und dieAufmersamkeit zu fesseln, weil Jeder, der nur im Geringsten