Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
215
Einzelbild herunterladen
 

««WSWA^WWUWWW^M

215

Zuschauer blieben; der Balafre gab nur brüllend seine Freudezu erkennen über den schönen Kampf, indem er hinzufügte:er wolle seinen Neffen an ihn wagen, und wär' er ein Kerlwie Wallace."

Auch täuschte sich des erfahrenen Kriegers Vertrauen nicht;denn obwohl die Streiche des verzweifelnden Räubers wie dieSchläge des Hammers auf den Ambos fielen, machten es dochdie schnellen Bewegungen und die geschickte Führung desSchwertes dem jungen Bogenschützen möglich, ihnen zu ent-gehen und sie mit der Spitze seiner minder lärmenden, aberauch tödtlicheren Waffe zu vergelten, und dies that er so oftund so wirksam, daß die ungeheure Stärke seines Gegnersschon zu ermatten begann, während der Boden, auf dem erstand, sich mit Blut überzog. An Muth und Zorn jedochimmer derselbe, focht der wilde Eber mit gleicher geistigerEnergie wie zuvor, und Quentins Sieg schien zweifelhaftund entfernt, als eine weibliche Stimme hinter ihm seinenNamen nannte mit dem Rufe:helft! helft! um der heiligenJungfrau willen!"

Er wandte sein Haupt und erkannte mit einem einzigenBlicke Gertrud Pavillon, welche, mit von den Schultern ge-rissenem Mantel, von einem französischen Soldaten sortgeschlepptwurde. Dieser war einer von denen, die in die nahe Kapellegedrungen waren und sich der erschrockenen Frauen, die hierZuflucht suchten, als Beute bemächtigt hatten.

Wartet auf mich einen Augenblick," rief Quentin Wil-helm von der Mark zu und eilte fort, um seine Wohlthäterinaus einer Lage zu befreien , deren Gefahren er leicht vermu-jhen konnte.

Ich warte auf keinen Menschen," sagte von der Mark,