Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
210
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Die Gewappneten antworteten mit einem lauten Geschrei:Dunois! Dunois! lang lebe der kühne Bastard! Or-leans zur Hilfe!" Und mit ihrem Führer in der Mitte eil-ten sie im vollen Galopp zum Angriff. Sie trafen auf kei-nen furchtsamen Feind. Das große Corps, auf welches sieden Angriff machten, bestand, einige berittene Osficiere ausge-nommen, ganz aus Fußvolk, welches, den Schaft der Sperregegen den Fuß gestemmt, die vorderste Reihe knieend, diezweite gebückt, und die hinterste ihre Lanzen über die Köpfeder »ordern haltend, dem stürmischen Angriffe der Gewappne-ten einen Widerstand entgegenhielten, wie der Igel seinemFeinde. Wenige nur waren im Stande, sich durch diese Ei-senmauer Bahn zu brechen, aber unter diesen Wenigen befandsich Dunois, der seinem Pferde die Sporen gab, daß cs einenSatz von fast zwölf Fuß machte, und so in die Mitte dieserPhalanx einbrach und auf den Gegenstand seines Hasses los-ging. Wie groß aber war sein Erstaunen, Quentin Durwardstets an seiner Seite und mit ihm in gleicher Linie fechtendzu sehen. Jugend, verzweifelter Muth und der Entschluß, zusiegen oder zu sterben, hatten ihn immer bei,dem besten Rit-ter EuropenS gehalten; denn als solcher ward Dunois, undzwar mit vollem Rechte, zu jener Zeit anerkannt.

Ihre Sperre waren bald zerbrochen; aber die Lanzknechtevermochten den Hieben ihrer langen gewichtigen Schwerternicht zu widerstehen, indeß die Rosse und Reiter, ganz mitStahl gewappnet, nur wenig von den Lanzen derselben zuleiden hatten. Immer bestrebten sie sich im lebhaftesten Wett-eifer nach dem Orte vorzudringen, wo derjenige, der dasWappen Dunois angenommen hatte, das Amt eines tüchtigenund tapsern Anführers erfüllte; da bemerkte Dunois auf ei-nem andern Punkte des Gefechtes den Eberkopf mit den Hau-