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6 (1851) Quentin Durward
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worden. Auf der linken Seite war die Vorstadt, nach einem hef-tigen Treffen, in Brand gesteckt worden, und eine fürchterlicheFeuersbrunst hinderte nicht, daß man sich noch um die brennendenRuinen stritt. Im Centrum unterhielten die französischen Trup-pen, obgleich durch eine ungeheure Ilebermacht gedrängt, eindichtes und ununterbrochenes Feuer, so daß das kleine Lusthausdurch die immer aufblitzendcn Schüsse einen Schein um sich ver-breitete, als ob es von einer leuchtenden Märtprerkrone um-geben gewesen wäre. Auf dem linken Flügel schwankte dieSchlacht mit ungewissem Erfolge bald vor- bald rückwärts, jenachdem entweder neue Verstärkungen aus der Stadt hervor-drangen, oder von dem Nachtrabe des burgundischen Heeres in'sTreffen geführt wurden. Drei Stunden währte der Kampf somit gleicher Wut-, bis endlich der, den Belagerern so erwünschteTag anbrach. Der Feind schien um diese Zeit in seinen Anstren-gungen auf dem rechten Flügel und im Centrum nachzulassen,und man hörte verschiedene Kanonensalven von dem Lusthause her.

»Geht!" sagte der König zum Balafrü und Quentin, indem Augenblicke, als dieser Ton vernommen ward;Sie ha-ben die Falconets und Feldschlangen aufgcpflanzt; das Lust-hauö ist gerettet, gepriesen sei die heilige Jungfrau! SagtDunois, er soll auf diesem Wege Heranrücken, aber näher denStadtmauern, mit all unfern Waffenleuten, ausgenommenwas er zur Vertheidigung des Lusthauses für nöthig hält, unddann soll er sich zwischen diese dickköpfigen Lütticher aufder rechtenSeite und die Stadt werfen, denn von ihr werden sie mitneuer Mannschaft versehn "

Der Oheim und sein Neffe sprengten hinweg zu Dunois undCrawford, die, des Vertheidigungskrieges müde, freudig demBefehle Folge leisteten, und an derSpitze einestapfern Corps vonungefähr zweihundert französischen Edelleuten, außer den Knap-