Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
207
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Lütticher, noch zahlreicher als jene, aus einer entferntern Bre-sche hervorgedrnngen, und durch Weingärten und ihnen wohl-bekannte Pässe auf die rechte Flanke der burgundischen Armeegefallen, die dann, bestürzt über ihren Nuf: Vive ta Trance!und Denis Konlsote! der sich mit dem: lliege und llouge 8an-glier! vermischte, und den daraus entstehenden Gedanken einesVerrathcs von Seiten ihrer Verbündeten, der Franzosen, nureinen unvollkommenen und unordentlichen Widerstand leistete;indeß der Herzog, schäumend vor Wuth, seinen Lehensherrnund alles zu ihm Gehörende verwünschend, laut befahl, mitVogen und Geschütz auf Alles was französisch sei, schwarz oderweiß, er spielte hier auf die Schärpen an, womit sich Lud-wigs Soldaten bezeichnet hatten, zu schießen.

Die Ankunft des Königs, der bloß vom Balafro und Quen-tin und einer kleinen Anzahl Bogenschützen begleitet war, stelltedas Vertrauen zwischen Frankreich und Burgund her. Hpmber-court, Crdvecoeur und andere burgundische Anführer, deren Na-men damals der Stolz und das Schrecken der Krieger waren,eilten bereitwillig zum Kampfe, und indeß einige sich beeilten,verschiedene entfernte Truppen heranzuziehen, bis zu welchender panische Schrecken noch nicht gedrungen war, warfen sichandre selber in das Getümmel, belebten die Mannszucht vonNeuem, und stellten, indeß der Herzog im Vordertreffen wieein gewöhnlicher Kriegsmann arbeitete, ihre Leute in Ord-nung, indem sie die Angreifenden durch den Gebrauch ihresGeschützes entmuthigten- Ludwigs Betragen war hingegendas eines ruhigen, besonnenen, scharfsüchtigen Anführers, derdie Gefahr weder aufsuchte noch vermied, sondern so viel Selbst-beherrschung und Scharfblick verrieth, daß die burgundischenAnführer gern den von ihm erthcilten Befehlen gehorchten-

Die Scene war nun im höchsten Grade belebt und furchtbar ge-