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6 (1851) Quentin Durward
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Wie dem auch sei," antwortete Ludwig,ich bitte Euch,lieber Vetter, Euch und Eure Feldherren, darauf zu achten,daß ich, um die unangenehmen Folge» eines solchen Angriffs,wenn er plötzlich stattfinden sollte, zu verhindern, meinen Sol-daten weiße Feldbinden über ihrer Rüstung werde tragen las-sen Dunois, laßt sie sogleich austheilen das heißt," fügteer hinzu,wenn cs unser Bruder und Feldherr billigt."

Ich habe nichts dagegen," erwiderte der Herzog,wenndie französische Ritterschaft sich der Gefahr aussetzen will, denNamen der Ritter vom Weiberärmel zu tragen, den sie in Zu-kunft erhalten werden."

Es würde das ein recht passender Titel sein, Freund Karl,"sagte Glorieux,in Hinsicht, daß ein Weib der Lohn des Tapfer-sten ist."

Wohlgesprochen, Ew-Weisheit," sagte LudwigVetter,gute Nacht, ich gehe mich zu rüsten. Beiläufig, wenn ich nundie Gräfin mit meiner eignen Hand gewinne?"

Ew. Masestät," sagte der Herzog mit veränderter Stimme,muß dann ein treuer Flamänder werden."

Ich kann," sagte Ludwig im Tone des aufrichtigsten Ver-trauens,dies nicht mehr werden, als ich es schon bin, könnteich nur Euch, lieber Vetter, zu dem Glauben bringen."

Der Herzog antwortete demKönig bloß durch einguteNacht,"und zwar in einem Tone, der dem Schnauben eines wilden Ros-ses glich, wenn es vor den Liebkosungen eines Reiters zurück-bebt, der aufsteigen will und es zum Stillstehn zu bringen sucht.

Ich könnte all seine Zweideutigkeit vergeben," sagte derHerzog zu Crevecoeur,aber ich kann es ihm nicht verzeih», daßer mich für so dumm hält, als könnt'ich mich durch seine Be-theurungen täuschen lassen."

Auch Ludwig besprach sich noch vertraulich mit Oliver le Dain,