Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
193
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pen von Orleans mit einem schrägen Balken, oder mit an-dern Worten, das Wappen vor» Dunois anzunehmen. Auchbehielt sie noch ein Streifchen Papier in der andern Hand,dessen Inhalt sie gleichfalls nicht gern mittheilen mochte, dacs einfach diese Worte umfaßte: »wenn Ihr nicht bald etwasvon mir hört, und zwar durch die Trompete der Fama, soglaubt, ich sei gestorben, aber nicht unwürdig."

Ein Gedanke, bisher als ganz unglaublich von ihr verworfen,drängte sich jetzt mit doppelter Kühnheit in ihre Seele- Da esden Frauen selten an Mitteln gebricht, so richtete sie es soein, daß, vor dem völligen Abzüge der Truppen, QuentinDurward von unbekannter Hand das Schreiben der GräfinHameline erhielt, mit drei Kreuzen dem Postscript gegenüber,worunter diese Worte standen:Er, der das Wappen Orleansnicht fürchtete, als es sich auf des Eigners Brust selbst befand,kann auch nicht davor beben, wenn es sich auf der eines Ty-rannen und Mörders zeigt-" Der junge Schotte drückte dieseNachricht tausend und abertausend Mal an seine Brust; dennsie führte ihn auf den Pfad, wo Liebe und Ehre ihm ihrenLohn darboten und setzte ihn in Besitz eines andern unbekann-ten Geheimnisses, mittelst dessen er den erkennen konnte, des-sen Tod allein seine Hoffnungen beleben konnte, und dies be-schloß er sorgfältig in seiner eignen Brust zu verschließen-Aber Durward sah die Nothwendigkeit ein, in Hinsicht derihm von Hayraddin mitgctheilten Nachricht anders zu handeln,da der von Wilhelm von der Mark beabsichtigte Ausfall, wennman dagegen nicht sehr aus der Hut war, leicht den völligenUntergang des Heeres der Belagerer nach sich ziehen konnte;so schwer war es bei der unregelmäßigen Art der Kriegführungin jenen Zeiten, sich von einem nächtlichen Ueberfalle zu erho-len. Nachdem er die Sache reiflich bedacht, entschloß er sich,Quentin Durward. UI. iz