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und sich selbst für die Hast und das Unfeierliche ihrer Vermäh-lung mit dem Glücke zu trösten, daß sie mit einem der tapfer-sten Männer seiner Zeit verbunden sei, der durch seine Tapfer-keit so eben ein Fürstenthum erlangt hatte. Sie bat ihre Nichte,über ihren Wilhelm, (so nannte sie ihn,) nicht nach dem GeredeAnderer zu urtheilen, sondern zu warten, bis sie ihn persön-lich kenne. Er habe vielleicht seine Fehler, aber sie wären vonder Art, wie sie stets bei Charakteren sich fänden, die sie im-mer verehrt habe. Wilhelm sei dem Wein etwas ergeben, sowar aber auch sein Großvater, der tapfre Gottfried; — erwäre etwas voreiligen und sanguinischen Temperaments, aberso sei ihr Bruder Reinold, gesegneten Andenkens, auch gewesen;er sei geradezu in der Rede, aber wenige Deutsche wären anders;er sei etwas eigenwillig und befehlshaberisch, aber sie glaube, alleMänner herrschten gern. Es folgte noch Mehreres in derselbenAbsicht, und das Ganze schloß mit der Hoffnung und Bitte, daßIsabelle mit Hilfe des Ueberbringers, dem burgundischen Ty-rannen entfliehen und zum Hofe ihrer treuen Verwandten nachLüttich kommen solle, wo einige kleine Streitigkeiten in Bezugauf ihr beiderseitiges Recht auf die Nachfolge in der Grafschaftleicht dadurch beigelegt werden könnten, daß Isabelle GrafEberson hcirathe — ein Bräutigam, der allerdings jünger alsdie Braut sei; aber dieser Umstand wäre, wie sie (die GräfinHameline,) vielleicht aus Erfahrung behaupten könne, weitleichter zu ertragen, als Isabelle sich vorstellen könne.
Hier hielt die Gräfin Isabelle inne, da die Aebtisfin be-merkte, daß sie schon völlig genug von dergleichen weltlichenEitelkeiten gelesen habe, während der Graf Crövecoeur aus-rief: »ei über die betrügerische Here! — dieser Rath riecht soranzig, wie der geröstete Käse in einer Rattenfalle. — Pfui,und nochmals pfui, über die alte Lockente!"