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zu dienen, und zwar gegen diejenigen, deren Sache er begün-stigt hatte, so ließ er sich doch durch diese Umstände nicht inVerlegenheit setzen, indem er hoffte, daß ihm die Zukunft Ge-legenheit zur Vergeltung bieten werde. — „Denn der Zufall,"sagte er zu seinem getreuen Oliver, „mag wohl einen einzel-nen Wurf gewinnen lassen, aber Geduld und Weisheit sindes, die am Ende das ganze Spiel gewinnen."
Mit solchen Gedanken bestieg, an einem schönen Tage zuEnde der Aerndtezeit, der König sein Pferd; und gleichgiltigdagegen, daß er eher aussah, wie zum Triumpfzug eines Sie-gers gehörig, als wie ein unabhängiger Herrscher, umgebenvon seiner Leibwache und seiner Ritterschaft, ritt König Lud-wig aus dem gothischen Thore von Peronne, um sich mit derburgundischen Armee zu vereinigen, welche zu gleicher Zeitihren Marsch gegen Lüttich begann.
Die meisten der vornehmen Damen, die sich im Orte be-fanden, erschienen in ihrem besten Schmucke auf den Festungs-werken am Thore, um den Zug tapferer Krieger, der sich zuder Unternehmung in Bewegung setzte, vorbeiziehen zu sehn-Dorthin hatte die Gräfin Crevecoeur die Gräfin Isabelle ge-führt. Die letztere folgte sehr widerstrebend; aber Karl hatteausdrücklich befohlen, daß sie, die den Preis im Turnier bie-ten sollte, auch für die Ritter, die in die Schranken ritten,sichtbar sei.
Als sie unter dem Bogen des Thors hervorzogen, erblickteman manches Banner und Schild, geschmückt mit neuen De-visen, die des Eigenthümers treuen Entschluß, sich um so schö-nen Preis zu bewerben, aussprachen. Hier war ein Rennerabgebildet, der nach dem Ziele stürzt; hier ein Pfeil, der nacheinem Punkte fliegt, — ein Ritter führte ein blutendes Herz,als Zeichen seiner Leidenschaft, — ein andrer einen Schädel