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bis sich diese Zierereien mit dem nächsten Mondwechsel ändern.Monseigneur von Orleans, sie soll in dieser Stunde lernen,daß Gehorsam eine Sache der Nothwendigkeit wird."
„Nicht meinetwegen, Sire," antwortete der Prinz, welcherfühlte, daß er, ohne seiner eignen Ehre zu nahe zu treten,keinen Vortheil aus des Herzogs beharrlichem Willen ziehenkönnte; — „einmal offen und bestimmt eine Weigerung gehörtzu haben, ist genug für einen französischen Prinzen. Er kannsich zu keiner ferneren Werbung verstehn."
Der Herzog warf einen zornigen Blick auf Orleans, einenzweiten auf Ludwig; und da er in der Miene des letztem,trotz dessen Anstrengungen, seine Gefühle zu verbergen, einengeheimen Triumph las, so ward er beleidigend.
„Schreibt," sagte er zu seinem Sekretär, „unser Urtheil derLehensverwirkung und Einkerkerung gegen diese widerspenstigeund unverschämte Dirne! Sie soll in's Zuchthaus, in's Arbeits-haus, zu denjenigen, mit denen sie an Frechheit gewetteifert hat!"
Jetzt entstand ein allgemeines Murren-
„Herr Herzog," sagte der Graf von Crevecoeur, indem erfür die Uebrigen das Wort nahm, „dicß muß reiflicher erwo-gen werden- Wir, Eure Vasallen, können nicht dulden, daßdem Adel und der Ritterschaft Burgunds eine solche Schmachgeschehe. Hat die Gräfin gefehlt, so mag sie bestraft werden —aber so, wie es ihrem Range gebührt und dem unsrigen, diewir ihrem Hause durch Blut und Ehe verwandt find."
Der Herzog schwieg einen Augenblick und schaute seinenRathgeber mit dem wilden Blicke eines Stiers an, der, vonder Straße, die er zu gehen wünscht durch den Hirten abge-trieben, bei sich überlegt, ob er gehorchen, oder auf den Trei-ber losstürzen und ihn in die Lust schleudern soll.
Klugheit besiegte indeß die Wuth — er bemerkte den allge-