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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Genug, genug," sagte der Herzog, sie unterbrechend,wirwerden das Uebrige anordnen. Eure Majestät," fuhr er,zu König Ludwig gewendet, fort,diesen Morgen hatten wireine Eberjagd, was sagt Ihr zu einer Wolfsjagd für denNachmittag?"

Die junge Gräfin sah ein, daß ein entscheidendes Wortnothwendig sei.Ew. Gnaden mißdeuten meine Meinung,"sagte sie, mit zwar schüchterner Stimme, aber doch laut undbestimmt genug, um des Herzogs Aufmerksamkeit zu erregen,die er ihr, aus Gründen, sonst gern verweigert haben würde.Meine Unterwerfung," sagte sie,bezieht sich nur auf dieLändereien und Güter, die Eure Vorfahren den meinigen gaben,und die ich wieder an das Haus Burgund abtrete, wenn meinOberherr glaubt, mein Ungehorsam in dieser Sache mache michunwürdig, dieselben länger zu behalten."

Ha! St. Georg!" sagte der Herzog, heftig auf den Bodenstampfend,weiß die Thörin, vor wem sie steht und zu wemsie spricht?"

Herr," erwiderte sie unerschrocken,ich stehe vor meinemOberherrn, und zwar, wie ich hoffe, vor einem gerechten. WennIhr mich meiner Ländereien beraubt, so nehmt Ihr Alles, wasdie Großmuth Eurer Ahnen mir gab, und zerreißt so die Bande,die uns noch verknüpfen. Ihr gabt mir nicht diesen armen undverfolgten Körper, noch weniger den Geist, der ihn beseelt,und diese will ich dem Himmel weihen im Ursulinerklosterunter der Leitung dieser frommen Mutter Aebtissin "

Die Wuth und dos Staunen des Herzogs läßt sich kaumdenken so würde ein Falke überrascht sein, gegen welcheneine Taube herausfordernd ihr Gefieder sträubte.WirdEuch die fromme Mutter ohne Mitgift aufnehmen?" sagte ermit höhnischer Stimme.