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sprechen muß, so ist es für mich nothwendig, Euch zu erinnern,daß meine Anerkennung Eurer Verdienste mich veranlaßte,Euch eine Heirath in meiner eignen Familie zu bestimmen.Da jedoch mein Vetter von Burgund meint, daß es das sicherstePfand der Freundschaft zwischen seinen Staaten und den wei-nigen sein werde, wenn Ihr Eure Hand Jemand andcrm reicht,so sind mir beide viel zu lieb, als daß ich ihnen nicht meineHoffnungen und Wünsche opfern sollte."
Der Herzog von Orleans warf sich auf die Kniee undküßte — diesmal mit aufrichtiger Zuneigung — des KönigsHand, welche dieser mit abgewandtem Gesicht hinhielt. Inder Thal erblickte er, so wie die meisten Anwesenden, in derwiderstrebenden Nachgiebigkeit dieses vollkommenen Heuchlers,der eben deswegen sein Widerstreben recht sichtbar machte,einen König, der seinen Lieblingsplan aufgibt und sein väter-liches Gefühl der Staatspolitik und dem Interesse seines Lan-des unterordnet. Selbst der Herzog Karl war gerührt, undOrleans Herz schlug vor Freude, die er unwillkürlich darüberempfand, daß er von der'Verbindung mit Prinzessin Johannabefreit war. Hätte er gewußt, wie ihn der König im Innernverwünschte und welche Gedanken künftiger Rache er brütete,so würde wahrscheinlich sein eignes Zartgefühl bei dieser Gele-genheit nicht so sehr verletzt worden sein.
Karl wandte sich nun zu der jungen Gräfin und kündigteihr ohne Weiteres die beschlossene Vermählung an, als eineSache, die weder Verzug noch Zögerung gestatte; zugleichfugte er hinzu, cs sei dies eine nur allzugünstige Folge ihresUngehorsams bei einer früher» Gelegenheit-
„Gnädigster Herzog und Lehcnshcrr," sagte Isabelle, all'ihren Muth zusammennehmend, „ich gehorche Eurer HoheitBefehlen, und unterwerfe mich ihnen."