Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
175
Einzelbild herunterladen
 

einem Lager erweckt werden könnte» welches theils aus Fran-zosen, theils aus Burgundern bestände.

Ja, das ist es," antwortete Hapraddin;und nun Ihres besitzt, möchtet Ihr gern davon gehen und mich verlassen, ohnemir die Gefälligkeit zu erweisen, die ich Euch im Voraus bezahlte."

Nenne mir dein Gesuch," sagte Quentin,ich will cs er-füllen, wenn es in meiner Macht steht."

Ei, es ist keine große Forderung es betrifft nur meinen ar-men Klepper, mein Pferd, das einzige lebende Wesen, das michvermissen dürfte- Eine Meile südwärts werdet Ihr es weidendbei einer verlassenen Köhlerhütte finden; pfeift ihm so" (hierpfiff er auf eine eigenthümliche Weise,)und ruft ihn bei seinemNamen Klepper, so wird er zu Euch kommen; hier Hab' ich seinenZaum unter meinem Kleide es ist ein Glück, daß ihn die Jagd-hunde nicht erwischten, denn das Thier gehorcht keinem andern.Nehmt ihn, und sorgt gut für ihn ich will nicht sagen um seinesHerrn willen, sondern weil ich den Ausgang eines bedeutendenKriegs zu Eurer Verfügung gestellt habe. Er wird Euch in derNoth nie verlassen Nacht und Tag, rauh und eben, gut undschlimm, warmer Stall und Winterhimmel, das Alles ist dem Klep-per gleich; hält' ich nur die Thore von Peronne hinter mir gehabt,und wäre bis dorthin gekommen, wo ich ihn ließ, so befänd ichmich nicht in dieser Lage. Wollt Ihr den Klepper gut halten?"

Ich schwöre Euch, daß ich es will," antwortete Quentin,den dieser Zug von Zärtlichkeit an einem so verhärteten Cha-rakter rührte.

.Dann lebe wohl," sagte der Verbrecherdoch halthalt ich möchte nicht gern mit einer Unhöflichkeit sterben,indem ich den Auftrag einer Dame vergäße. Dies Briefchenist von der allergnädigsten und höchst albernen Gemahlin deswilden Ebers der Ardennen an ihre schwarzäugige Nichte