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6 (1851) Quentin Durward
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sondern nur zum Astrologen, dem sie alle Vorgänge auf der'Reise und zu Schönwald mittheilte; schwerlich aber werdenihre Nachrichten je zu Ludwig gelangen, außer in der Formeiner Prophezeiung. Aber hört mein Gcheimniß, welches wich-tiger ist, als irgend ein Umstand, den Marthon mitzuthcilenhatte. Wilhelm von der Mark hat eine zahlreiche und starkeHeeresmacht in der Stadt Lüttich versammelt, und vermehrtsie täglich mit Hilfe der Schatze des alten Priesters. Aber ergedenkt keineswegs eine Schlacht mit der burgundischcn Rit-terschaft zu wagen, und noch weniger eine Belagerung in derschlcchtbefestigten Stadt auszuhalten. Er denkt folgendermaßenzu verfahren: er will den hitzköpfigen Karl die Stadt ohneWiderstand berennen lassen, in der Nacht aber mit seinerganzen Macht einen Ausfall gegen die Belagerer thun. Vielewill er als französische Krieger verkleiden, die sich des Feld-geschrei'sFrankreich! Saint Louis! und Denis Montjoie!"bedienen sollen, als ob eine starke Abtheilung französischerHilfstruppen in der Stadt läge. Dies muß nothwendig Ver-wirrung unter den Burgundern Hervorbringen; und wofernKönig Ludwig mit seinen Leibwachen, seinem Gefolge und denKriegern, die er etwa mit sich führt, die Anstrengungen desEbers der Ardennen unterstützt, so zweifelt dieser nicht aneiner gänzlichen Niederlage des burgundischcn Heeres. Diesist mein Gehcimniß und ich vermache es Euch. Fördert oderhindert das Unternehmen verkauft die Kunde an KönigLudwig oder an Herzog Karl, mir ist das einerlei rettetoder verderbt wen Ihr wollt; ich für mein Theil bedauerenur, daß ich die Sache nicht gleich einer Mine in die Luftsprengen kann, um Alle miteinander zu verderben!"

Es ist in der That ein wichtiges Gcheimniß, sagte Quen-tin, der alsbald begriff, wie leicht die Nationaleifersucht in