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dem meineidigen, geächteten Mörder Wilhelm von der Mark,daß der König von Frankreich sogleich vor Lüttich sein wird,um den kirchenräuberischen Mörder seines geliebten Verwand-ten, Ludwigs von Bourbon, zu bestrafen; und daß er ent-schlossen ist, den Wilhelm von der Mark lebendig in Kettenaufhängen zu lassen, für die Unverschämtheit, sich seinen Bundes-genossen zu nennen und seinen königlichen Namen einem seinerschlechtesten Botenträger in den Mund zu legen."
„Und von meiner Seite füge hinzu," sagte Karl, „was einFürst einem gemeinen Diebe und Mörder überhaupt sagenlassen kann. — Und nun mach' dich fort! — Doch halt. —Nie ging ein Herold vom burgundischen Hofe zurück, ohne sichreichlicher Geschenke zu freuen! — Laßt ihn peitschen, bis dieKnochen sichtbar sind!"
„Nein, mit Eurer Hoheit Erlaubniß," sagte Crövecoeurund Hpmbercourt zugleich, „er ist ein Herold und muß als sol-cher sein Recht haben."
„Meffires," erwiderte der Herzog, „wie könnt Ihr so blindsein, zu glauben, daß der Rock den Herold macht. Ich sehean dieses Kerls Benehmen, daß er ein bloßer Betrüger ist. LaßtToison d'Or vortreten und ihn in unserer Gegenwart examiniren."
Trotz seiner natürlichen Frechheit erblaßte der Bote deswilden Ebers der Ardennen jetzt, obwohl er sein Gesicht ge-schminkt hatte. Toison d'Or, wie bereits erwähnt, der Ober-Herold des Herzogs und Wappcnkönig in dessen Gebiete, schritthervor mit der Feierlichkeit eines Mannes, der da weiß, wasseines Amtes ist, und fragte seinen vermeinten Amtsbruder,auf welcher hohen Schule er seine vorgebliche Wissenschaft stu-dirt habe.
„Ich ward auf der hohen Schule der Heraldik zu Rcgens-burg zum Herold gebildet," antwortete Rouge Sanglier, „und