Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
156
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einem Betrunkenen, der immer nur den nächsten Schoppen vorsich im Auge hat, nicht aber die Dutzende, die der Wirth-inter'm Schenktische anschreibt."

Seid Ihr fertig?" sagte der Herzog zum Herold.

Noch ein Wort," antwortete Rouge Sanglier,von mei-nem vielcrwähnten edlen und hochwürdigen Herrn, in Bezugauf seinen werthen und treuen Bundesgenossen, den allcrchrist-lichsten König."

Ha!" rief der Herzog, emporfahrend und in heftigermTone, als bisher; doch bezwang er sich, und nahm sogleichseine ruhige und aufmerksame Haltung wieder an.

Das Gerücht geht nämlich, daß Ihr, Karl von Burgund,die Person des allerchristlichsten Königs, gegen Eure Pflicht alsVasall der Krone Frankreich und gegen Treu und Glauben, dieunter christlichen Fürsten üblich, gewaltsam zurückhaltet. Des-wegen fordert Euch mein edler und hochwürdiger Herr durchmeinen Mund auf, seinen königlichen und allerchristlichsten Ver-bündeten alsbald in Freiheit zu setzen, oder die Ausforderunganzunchmen, zu deren Verkündigung ich ermächtigt bin."

Seid Ihr jetzt fertig?" sagte der Herzog.

Ich bin es," antwortete der Herold,und erwarte EurerHoheit Antwort, mit der Hoffnung, ste werde von der Artsein, daß ste die Vergießung von Christenblut verhütet."

Nun, bei St- Georg von Burgund," sagte der Herzog;

aber eh' er fortfahren konnte, erhob sich Ludwig und fielmit so würdevollem und gebietendem Tone ein, daß ihn Karlnicht unterbrechen konnte.

Mit Eurer Gunst, mein lieber Vetter von Burgund,"sagte der König;wir selber nehmen das Wort zuerst in An-spruch, um diesem unverschämten Menschen Erwiderung zu geben.

Elender Herold, oder was du sonst sein magst, verkündige