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„Die Bescheidnen und Dcmüthigen sollen erhöbet werden,"sagte Karl. „Steht auf, Gräfin Isabelle — wir meinen eSbesser mit Euch, als Ihr selber. Wir denken weder Eure Gütereinzuziehcn, noch Euren Rang zu schmälern, sondern, im Ge-gentheil, wir wollen beide noch vergrößern "
„Ach, mein Fürst," sagte die Gräfin, ohne aufzustehen, „csist eben diese wohlgemeinte Güte, die ich mehr fürchte, als EurerHoheit Ungnade, da sie mich nöthigt" —
„Heiliger Georg von Burgund!" sagte Herzog Karl, „mustjedesmal unser Wille verworfen, unserm Befehl widersprochenwerden? Auf, sag' ich, Närrchen, und zieht Euch für jetzt zu-rück. Wenn wir Zeit haben, deiner zu denken, so wollen wirdie Sache so angreifen, daß Ihr, leste-Sniut-Ori!;! uns ge-horchen, oder das Aergste befahren sollt!"
Trotz dieser harten Antwort blieb die Gräfin Isabelle zu sei-nen Füßen und würde ihn wahrscheinlich durch ihre Hartnäckigkeitzu uoch weit strengen, Ausdrücken gereizt haben, hätte nichtdie Gräfin Crövecocur, welche des Fürsten Charakter besser kannte,ihre junge Freundin ausgehoben und aus der Halle geführt.
Quentin Durward mußte nun erscheinen und stellte sich demKönig und dem Herzog mit jener zwanglosen Haltung vor, ebenso fern von blöder Zurückhaltung als zudringlicher Anmaßung,wie es sich für einen jungen Mann von edler Geburt und guterErziehung ziemt, der Ehre gibt, wem sie gebührt, ohne sichdurch die Gegenwart derjenigen, denen er Ehrerbietung zu er-weisen hat, blenden oder verwirren zu lassen. Sein Oheim hatteihn mit den Mitteln »ersehn, sich wieder mit den Waffen undder Kleidung eines schottischen Bogenschützen der Leibgarde znzeigen, und seine Miene, seine Haltung und sein Benehmenstimmten völlig mit jener glänzenden Ausstattung überein. Auchseine große Jugend gewann ihm die Gunst aller Versammelten,