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6 (1851) Quentin Durward
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daß Ihr in diesem Bericht von Euren Irrfahrten gewisse Liebes-angelegenhciten zu erwähnen vergaßt. So, ha! schon crröthetIhr ? Gewisse Ritter des Waldes waren es, die Eure Ruhe eineZeit lang störten. Wohlan die Sache ist uns zu Ohren gekom-men, und etwas daran können wir sogleich erörtern. Sagt mir,König Ludwig, wäre es nicht gut, bevor diese wandernde Helenavon Troja, oder von Croye, noch mehr Könige uneins macht,wäre es nicht gut, eine passende Heirath für sic auszumitteln?"

Obwohl König Ludwig wußte, welcher unangenehme Vor-schlag nun folgen würde, so gab er doch ruhig und schweigendseine Zustimmung zu dem, was Karl sagte; aber die Gräfinfaßte in dieser bedrängten Lage neuen Muth. Sie ließ den Armder Gräfin von Crövccoeur los, aus den sie sich bisher gestützthatte, trat schüchtern aber mit würdevoller Haltung vorwärts,und redete den Herzog, indem sie vor ihm niederknictc, folgen-dermaßen an:Edler Herzog von Burgund und mein LehenSherr!ich erkenne mich als schuldig an, indem ich mich ohne Euregnädigste Erlaubniß aus Eurem Gebiete entfernte, und will michdemüthig jeder Strafe unterziehen, die Euch beliebt, mir auf-zulegen. Ich überlasse meine Ländereien und Schlösser Eurerrechtmäßigen Verfügung, und bitte Euch nur, um Eurer eignenGüte und des Andenkens meines Vaters willen, zu gestatten,daß die Letzte aus dem Hause Crope ein mäßiges Einkommenerhalte, um sich dafür die Aufnahme in ein Kloster zu bereiten,wo sie den Rest ihres ganzen Lebens verleben will."

Was sagt Ihr zu dieser Bitte der jungen Dame?" sagteder Herzog zum König.

Sie mag aus einer heiligen und demüthigen Regung ent-springen," sagte der König,welche ohne Zweifel von derGnade eingegcben ist, welcher man nicht widerstehen oder ent-gegcnhandeln sollte."

Quentin Durward. III.

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