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stigkeit aushielt, außer daß seine Lippe etwas bleicher als gewöhn-lich ward. — „Aber meine Nachricht in Betreff der GesinnungenKönig Ludwigs gegen uns," fuhr die Gräfin nach einer kurzenPause fort, „rührte fast nur von meiner unglücklichen Verwandten,der Gräfin Hameline, her, und ihre Meinung gründete sich aufVersicherungen und Andeutungen von Personen,die ich seitdem alsdie elendesten Verräther und treulosesten Bösewichter von derWelthabe kennen lernen." Dann berichtete sie mit kurzen Worten, wassie seitdem von der Verrätherei der Marthon und vonHapraddinMaugrabin erfahren hatte, und fügte noch hinzu, daß sie „nichtzweifle, daß der ältere Maugrabin, genannt Zamet, der eigent-liche Rathgeber bei ihrer Flucht, jeder Verrätherei fähig sei,und auch wohl ohne Vollmacht den Charakter eines Agentendes Königs Ludwig angenommen haben könne."
Nach einer Pause fuhr die Gräfin in ihrer Erzählung fort,die sie, obwohl in der Kürze, verfolgte, von der Zeit, da siedas burgundische Gebiet in Gesellschaft ihrer Tante verlassen,bis zur Erstürmung von Schönwald und ihrer endlichen Ge-fangennahme durch den Grafen Crövecoeur.
Alle blieben stumm, nachdem sie ihre kurze und abgebrochneErzählung geendigt hatte, und der Herzog von Burgund ließ seinezornigen düstcrn Augen am Boden ruhen, wie einer, der einenVorwand sucht, um seiner Leidenschaft Raum zu geben,und doch kei-nen hinlänglich guten Grund finden kann, der sein Benehmen inseinen eignen Augen rechtfertigen könnte. „Der Maulwurf," sagteer endlich, die Augen erhebend, „wühlt seinen dunkeln unterirdi-schen Pfad unter unfern Füßen gewißlich, obschon wir ihn, da wirseincBewegungen nicht kennen, »ichtimmer mit Bestimmtheit an-geben können. Doch mögte ich von König Ludwig wissen, warumer diese Damen an seinem Hofe behielt, wenn fie fich nichtauf seine bestimmte Einladung dorthin begeben hatten "