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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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ihre Güter cinzuziehen und ihr zu erlauben, sich in ein Kloster zu-rück,;uziehen. Sie stand regungslos, gleich einem erschrecktenWeibe, die ein Sturm überfallen und die den Donner von allenSeiten rollen hört, bei jedem neuen Blitzstrahl den Schlag erwar-tend, der ihr Haupt treffen soll. Die Gräfin von Crövccoeur, eineFrau ebenso voll Geist, wie hochgeboren, und mit Schönheit be-gabt, die sich auch in ihren später» Jahren erhalten hatte, hieltes für not-wendig, das Wort zu nehmen.Gnädigster Herzog,"sagte sie,meine schöne Nichte befindet sich unter meinem Schutz.Ich verstehe besser als Eure Hoheit, wie Frauen behandelt wer-den müssen, und wir werden diese Versammlung sogleich ver-lassen, wenn Ihr nicht einen Ton und eine Sprache anwendet,die sich mehr für unfern Rang und unser Geschlecht paffen."

Der Herzog brach in ein Gelächter aus.Crevecoeur," sagteer,deine Zahmheit hat eine gebieterische Dame aus deiner Ge-mahlin gemacht; aber das geht mich nichts an. Gebt jenem einfäl-tigen Mädchen einen Stuhl weit entfernt, feindselig gegensie gesinnt zu sein, will ich ihr sogar die höchste Gnade undEhre erweisen. Setzt Euch, Fräulein, und erzählt uns mitMuße, welcher Satan Euch eingab, aus Eurer Heimath zufliehen und das Leben einer irrenden Dame zu führen."

Mit vieler Mühe und nicht ohne häufige Unterbrechungengestand Isabelle, daß sie, einer ihr vom Herzog von Burgundvorgeschlagnen Heirath ganz abgeneigt, die Hoffnung genährthabe, am französischen Hofe Schutz zu erlangen.

Den Schutz des französischen Monarchen," sagte Karl,dessen Ihr ohne Zweifel im Voraus versichert ward?"

Ich glaubte desselben allerdings versichert zu sein," sagte dieGräfin Isabelle,sonst würde ich einen so entschiedenen Schrittnicht gewagt haben " Hier blickte Karl mit einem unaussprech-lich bittern Lächeln auf Ludwig, welches dieser mit größter Fe-