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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
141
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chen sage ich, daß kein Wörtchen eines glaubwürdigen Zeug-nisses herbeigeschafft werden kann, um die ungerechten Ankla-gen zu unterstützen, welche meinen Bruder verleiteten, seinefreundlichen Blicke gegen eine» Mann zu verändern, welcher imvollen Vertrauen der Freundschaft zu ihm kam die ihn ver-leiteten, seine festliche Halle in einen Gerichtshof, und seinegastlichen Gemächer in ein Gefängniß zu verwandeln "

Herr, Herr," sagte Karl, unmittelbar einfallend, so wiederKönig schwieg,wenn Jhrzu einer Zeit hieher kamt, die so un-glücklich mit der Ausführung Eurer Pläne zusammcntraf, so kannich dies nur durch die Vermuthung erklären, daß jene, die sich cs zumGeschäft machen, Andre zu betrügen, sich selber zuweilen wunder-bar täuschen. Der Ingenieur wird manchmal durch das Zersprin-gen seiner eignen Petarde getödtet. Was noch folgen soll,das mag der Ausgang dieser feierlichen Untersuchung auSwei-sen. Bringt die Gräfin Isabelle von Croye hieher!"

Als die junge Gräfin eingcführt ward, unterstützt einerseitsvon der Gräfin von Crovccocur, die von ihrem Gemahl hierzuBefehl erhalten hatte, und andrerseits von derAebtisfin des Ursuli-nenklosters, rief Karl, mit der gewohnten Rauhheit seines Tonesund Benehmens:So! süße Prinzessin Ihr, die kaum Athcmfinden konnte, uns zu antworten, als wir Euch das letzte Malunsre billigen und vernünftigen Befehle kund thaten, Ihr hat-tet doch genug Athcm, um einen langen Lauf zu vollbringen,wie nur je ein gehetztes Reh was meint Ihr zu dem schö-nen Streite, den Ihr zwischen zwei großen Fürsten angerich-tet habt, zwischen zwei Reichen, die eben im Begriff waren,sich wegen Eures Kindergesichts gegenseitig zu bekriegen?"

Die zahlreiche Versammlung und Karls heftiges Benehmenvernichteten den Entschluß gänzlich, den Isabelle zuvor gefaßthatte, nämlich sich zu des Herzogs Füßen zu werfen, mit der Bitte,