Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
139
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fen, die den Quell vollkommen verschließen, aus welchem unsjene Nebel alljährlich Zuströmen?"

Der Herzog hatte seine Rede mit einiger Ruhe begonnen, er-höhte jedoch gegen den Schluß seine Stimme; und der letzte Satzward in einem Tone gesprochen, der alle Räthe erzittern undselbst den König für einen Augenblick erblassen ließ. Aber sogleichkehrte sein Muth zurück, und er redete seinerseits die Versammlungin einem Tone an, der so viel Ruhe und Fassung zeigte daß derHerzog, obwohl er ihn gern unterbrechen oder zum Schweigen brin-ge n zu wollen schien, doch keine schickliche Gelegenheit dazu fand.

Edle Herrn von Frankreich und Burgund," sagte er,Rittervom heiligen Geist und vom goldncn Vließ! da ein König seineSache als ein Angeklagter vertheidigen muß, so kannerkeineaus-gezeichneteren Richter wünschen, als die Blüthe des Adels und dieVorbilder und den Stolzdes Ritterthums.Unser lieber Vctterhatdie zwischen uns schwebende Streitsache undeutlich gemacht, inso-fern ihn seine Höflichkeit abhiclt, stein genauen Ausdrücken darzu-stellen. Ich, der ich keine Ursache habe, solchem Zartgefühl nachzu-geben, ja, da mir meine Lage dies gar nicht gestattet, bitte umErlaubniß, deutlicher zu sprechen. Uns, seinem Lehensherren,seincmVerwandtcnundBundesgenofsen,un Shatunser Vetter,durch unglückliche Umstände verleitet, die sein klares Urtheil undseine bessere Natur täuschten, die gehässigen Beschuldigungen auf-gebürdet, daß wir seine Vasallen von ihrer Lehcnspflicht abwendigmachten, daß wir die Einwohner Lüttichs zum Aufstande reiztenund daß wir den geächteten Wilhelm von der Mark zu dem höchstfrevelhaften und grausamen Morde veranlaßt hätten. Edle vonFrankreich und Burgund, ich könnte mich allerdings auf die Um-stände berufen, in denen ich mich jetzt befinde, welche an sich selbsteiner solchen Anklage vollkommen widersprechen; denn kann manglauben, daß ich, so lange ich noch ein vernunftbegabtes Wesen