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nen konnte, der Rath berufen war, den höchsten Platz in dem-selben, und schien den Vorsitz zu führen-
Vielleicht geschah es, um diesen Kontrast und die etwadaraus entspringenden Bedenklichkeiten auSzuglcichen, daß Her-zog Karl, nachdem er sich gegen den König leicht verbeugthatte, die Sitzung einfach mit folgenden Worten eröffncte:„Meine lieben Vasallen und Räthe, cs ist Euch nicht unbe-kannt, welche Unruhen in unserm Gebiete, sowohl zu unsersVaters, als zu unfern Zeiten, aus der Rebellion der Vasallengegen ihre Obern und der Unterthanen gegen ihre Fürsten ent-standen sind. Noch jüngst hatten wir den schlimmsten Beweisvon der Höhe, zu welcher diese Nebel bei uns gestiegen sind,durch die ärgerliche Flucht der Gräfin Isabelle von Crope undihrer Tante, der Gräfin Hameline, die bei einer fremden MachtZuflucht suchten, dadurch sich von ihrer Lehenspflicht gegen unslossagten und ihre Lehen verwirkten; ein andres noch schreck-licheres und beklagenswertheres Beispiel liefert uns der frevel-hafte und blutige Mord unsers geliebten Bruders und Bun-desgenossen, des Bischofs von Lüttich und der Ausstand dieserverrätherischen Stadt, die für ihre letzte Insurrektion allzuge-lind bestraft ward. Wir sind benachrichtigt, daß diese und ähn-liche Ereignisse nicht bloß durch die Wandelbarkeit und Thor-heit der Weiber, und die Anmaßung übcrmüthiger Bürger ver-anlaßt wurden, sondern auch durch die Umtriebe einer fremdenMacht und die Einmischung eines mächtigen Nachbars, von wel-chem, wenn gute Thaten freundlich zu erwidern sind, Burgundnichts als die aufrichtigste und ergebensteFreundschaft hätte erwar-ten können- Wenn sich dies als wahr erweisen sollte," setzte derHerzog, die Zähne zusammenbeißend und dieFerse gegen denBo-den drückend, hinzu, „welche Rücksicht soll uns adhalten (da dieMittel in unserer Gewalt find), alsdann solche Maßregeln zu tref-