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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Weilt noch, Mylord," sagte Quentin, indem er LordCrawford ein wenig von seinem Oheim bei Seite führte-Ichdarf nicht vergessen, zu erwähnen, daß sich noch eine Personin der Welt befindet, die, nachdem sie jene Umstände von mirerfahren hat, welche zu König Ludwigs Sicherheit jetzt ver-borgen bleiben müssen, vielleicht nicht dieselbe Verbindlichkeitdes Stillschweigens zu haben glaubt, die mir, als des KönigsSoldaten, zukommt, zumal, da jene Dame ihm keineswegsdurch Wohlthaten verpflichtet ist."

Jene Dame!" erwiderte Crawford;ja, wenn ein Weibim Geheimnisse ist, dann erbarme sich Gott, denn dann fitzenwir Alle auf dem Sande fest!"

Glaubt das nicht, Mylord," antwortete Durward,son-dern wendet Euren Einfluß bei dem Grasen von Crovecoeuran, um mir eine Zusammenkunft mit der Gräfin Isabelle vonCroye zu verschaffen, denn sie ist es, die mein Geheimniß be-sitzt, und ich zweifle nicht, daß ich sie überreden kann, ebensoverschwiegen zu sein, wie ich selber cs sicherlich bleibe in Bezugauf Alles, was den Herzog gegen König Ludwig erzürnen könnte.

Der alte Krieger sann lange nach, erhob die Augen zurDecke und senkte sie dann wieder zu Boden; sodann schüttelteer sein Haupt und sagte endlich:in dem Allen ist etwas, wasich, bei meiner Ehre, nicht verstehe. Die Gräfin Isabelle vonCroye! eine Zusammenkunft mit einer Dame ihres Standes,ihrer Herkunft und ihres Reichthums! und du, ein jungerschottischer Bursch, bist deiner Sache so gewiß bei ihr? Ent-weder hast du ein seltenes Selbstvertrauen, mein junger Freund,oder du hast auf der Reise deine Zeit sehr wohl benutzt. Aber,beim St. Andreaskreuz, ich will zu deinen Gunsten mit Cröve-coeur reden, und da er wirklich fürchtet, Herzog Karl möchtegegen den König zu entehrender Gewaltthat gereizt werden, so