„Ihr könnt sagen, was Ihr wollt," antwortete LudwigLeslh; „aber meiner Treu, der Dorfschuster Saunders Soup-lejaw in Glen-Houlakin, der das zweite Gesicht besaß,wog den Gallotti, oder Gallipotth, oder wie er heißt, wohlzwiefach auf, was das Prophezeien anlangt. Er sagte voraus,daß alle Kinder meiner Schwester eines Tages sterben wur-den; und er sagte es in derselben Stunde voraus, als derjüngste geboren ward, und daß ist dieser Bursch Quentin —der ohne Zweifel eines Tages sterben wird, um die Prophe-zeiung wahr zu machen — und das ist um so mehr Schade,da bis auf ihn die ganze Brut schon heimgegangen ist. UndSaunders sagte mir selbst einmal voraus, daß ich durch Heirathmein Glück machen würde, und ohne Zweifel wird das zu seinerZeit eintreffen, wiewohl es bis jetzt noch nicht geschehen ist — undwie oder wann, das kann ich schwerlich errathen, da ich mich umden Ehestand nicht sonderlich kümmere und Quentin noch ein jun-ger Bursch ist. Deßgleichen sagte mir Saunders voraus —"
„Ei," sagte Lord Crawford, „wenn die Vorhersagung nichtganz besonders zu unsrer Sache gehört, so müssen wir davonabbrechen, mein guter Ludwig; denn wir beide müssen nunEuren Neffen verlassen und zu unsrer Frau beten, daß sie ihnin seiner guten Gesinnung stärke; denn das ist ein Fall, inwelchem ein leichtes Wörtchen mehr Unheil anrichten könnte,als das ganze Parlament von Paris gut zu machen vermag.— Mein Segen mit dir, mein Bursch; und sei nicht so raschmit deinem Vorhaben, unser Corps zu verlassen; denn wirhaben jetzt tüchtige Schläge zu erwarten im Angesichte desTages und nicht bei einem Ueberfall."
„Auch meinen Segen hast du, Neffe," sagte Ludwig Leslp;„denn da unser edler Hauptmann mit dir zufrieden ist, so binich ebenfalls pflichtmäßig zufrieden."