Herzen liegt, als die der übrigen Vorschläge- Wären mir nurdiese bekannt, Herr Philipp —"
„Ew- Majestät kann die geringfügigsten Forderungen zuden wichtigsten machen, bloß dadurch, wenn Ihr widersprecht,"sagte Comines; „indeß kann ich doch so viel sagen, daß je-der Schatten eines Vergleiches schwinden wird, wenn Ew.Majestät von Wilhelm von der Mark und den Lüttichcrn sichnicht lossagt."
„Ich habe bereits erklärt, daß ich mich von ihnen lossagenwill," antwortete der König, „und sie haben das wohl ver-dient; die Schurken haben den Aufstand in einem Augenblickeunternommen, da er mir das Leben hätte kosten können."
„Wer eine Pulverlinie entzündet," erwiderte der Histori-ker, „muß das augenblickliche Aufstiegen der Mine erwarten.— Aber Karl erwartet mehr als bloßes Lossagen von ihrerSache von Euch; denn wißt, er wird Ew. Majestät Beistandfordern, um den Aufstand zu unterdrücken, und Ew. königlicheGegenwart, um Zeuge von der Strafe zu sein, die er denRebellen bestimmt hat."
„Das dürfte sich kaum mit unserer Ehre vertragen, Comi-nes," sagte der König.
„Die Weigerung würde sich kaum mit Ew. Majestät Si-cherheit vertragen," erwiderte Comines. „Karl ist entschlossen,dem Volke Flanderns zu zeigen, daß weder Hoffnung nochVerheißungen in Bezug auf Hilfe von Frankreich es künftigin seinen Meutereien vor dem Zorne und der Rache Burgundsschützen könne."
„Aber, Herr Philipp, ich will offen reden," antworteteder König, — „könnte man nur die Sache verzögern, wür-den dann jene Schurken von Lüttich sich nicht gegen denHerzog zu halten im Stande sein? Die Schelme find zahl-
Quentin Durward. III. 8