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folgende Beschränkung, welche nur der Form und der Schicklichkeitwegen beigefügt zu sein schien. Der König nahm seinen Stuhlwieder ein, nöthigte Comines sich neben ihn zu setzen, indem er zu-gleich den Worten des Staatsmanns lauschte, als wenn sie einOrakel ihm in'ö Ohr schallen ließe. Comines sprach in dem leisen,nachdrucksvollen Tone, welcher zugleich große Aufrichtigkeit undauch Vorsicht ankündigt, und zu gleicher Zeit solanqsam,als wün-sche er, daß derKönig jedes einzelne Wort überlegen und erwägensolle, als habe jedes seine besondere und bestimmte Bedeutung.„Die Sachen," sagte er, „die ich zu Ew. Majestät näherer Be-trachtung andeuteie, sind, so hart sie Eurem Ohr auch dünken,doch nur anstatt anderer, schlimmerer Vorschläge angenommenworden, welche des Herzogs Räthe, die Eurer Majestät feind-selig gesinnt sein mögen, in Erwähnung brachten. Und ichbrauche Ew. Majestät nicht zu erinnern, daß die raschestenund heftigsten Rathschläge die bereitwilligste Annahmen bei un-serm Herzog finden, welcher kurze und gefährliche Maßregelnmehr liebt, als die sichern, aber zugleich umständlichen."
„Ich erinnere mich," sagte der König, „daß ich ihn einenFluß mit Gefahr zu ertrinken durchschwimmen sah, obwohl erzwei hundert Schritte von dieser Stelle auf einer Brücke hättedarüber reiten können-"
„Wahr, Sire; und er, dem sein Leben gegen die Befrie-digung einer momentanen heftigen Leidenschaft nichts gilt,wird auf dieselbe Weise die Befriedigung seines Willens derwesentlichen Vergrößerung seiner Macht vorziehen."
„Sehr wahr," erwiderte der König; „ein Thor wird stetseher »ach dem Scheine, als nach der Wirklichkeit des Ansehensund der Macht greifen. Es ist bekannt, daß Alles dies bei Karlvon Burgund der Fall ist. Aber, mein theurer Freund vonComines, welche Schlüffe zieht Ihr aus diesen Vordersätzen?"