Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
101
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kriegerische Charakter Crovecoeur's, oder der hochadclige StolzHpmbercourt's.

Jene eiscnumpanzerten Krieger, mein guter Freund Comi-nes," sagte er zu seinem künftigen Historiker,sollten nie einesKönigs Gemach betreten, sondern mit den Hellebarden und Par-tisanen im Vorzimmer bleiben. Ihre Hände sind allerdings fürunfern Nutzen bestimmt, aber der Monarch, der ihre Köpfe zueinem bessern Zwecke anwenden will, als zu dem, den feindli-chen Schwertern als Ambos zu dienen, der gleicht dem Narren,welcher seine Geliebte mit einem Hundehalsband zum Schmuckbeschenkte. Solche wie du sind es, Philipp, deren Augen mitjenem gewandten und scharfen Sinne begabt find, der dieäußere Oberfläche der Dinge durchschaut, mit denen Fürstenihren Rathstisch und ihr Kabinet theilen müssen ja, die ge-heimsten Winkel ihres Herzens sollen sie denen eröffnen!"

Des Comines, der selbst ein gewandter Geist war, fühltesich natürlich durch die Anerkennung von Seiten des scharfsin-nigsten Fürsten Europa's geschmeichelt, und er wußte seineinnere Zufriedenheit nicht genug zu verbergen, daß Ludwig denauf ihn gemachten Eindruck nicht hätte gewahren sollen.

Ich wollte," fuhr er fort,daß ich solch einen Diener be-säße, oder vielmehr, daß ich würdig wäre, solch einen zu besitzen!dann wäre ich nicht in diese heillose Lage gerathen die ich in-deß doch kaum beklagen würde, könnt' ich nur die Mittel entdecken,mir die Dienste eines so erfahrenen Staatsmannes zu sichern."

Comines erklärte, daß all seine Fähigkeiten, die er nur immerbesitzen möge, zu seiner allerchristlichsten Majestät Diensten stän-den, stets freilich mit Vorbehalt seiner Unterthanenpflicht gegenseinen rechtmäßigen Herrn, den Herzog Karl von Burgund.

Und sollt' ich fähig sein, Euch von Eurer Unterthanenpflichtabznlenken ?" sagte Ludwig mit Pathos.Ach! bin ich nicht eben