Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
99
Einzelbild herunterladen
 

99

mehr glaube, seiner Abgesandten einer habe öffentlich dagegen pro-testirt; und ich könnte den Mann vorstellen, wenn es Euer Willewäre, ihn zu sehn."

Es ist unser Wille," sagte der Herzog.St. Georg! KönntIhr zweifeln, daß wir gerecht zu sein verlangen? Selbst in deräußersten Aufregung unsrer Leidenschaft sind wir als ein partei-loser und gerechter Richter bekannt. Wir wollen Frankreichs Königselber sehen wollen ihm selbst das angethane Unrecht Vorhaltenund selbst die Entschädigung angeben, die wir erwarten und for-dern. Wenn er unschuldig an diesem Mord erfunden wird, so solldie Buße für andre Verbrechen um so leichter sein wenn er aberschuldig ist, wer wird dann nicht sagen, daß ein Leben voll Buße ineinem einsamen Kloster ein sehr verdientes und sehr gnädiges Ur-theil sei? Wer," fügte er mit größerer Wärme hinzu,werwird wagen, eine noch directere und schnellere Rache zu tadeln?Laßt Euren Zeugen bereit sein Wir wollen eine Stunde vorMittag nach dem Schlosse. Einige Artikel wollen wir aufsetzen,die Ludwig annehmen soll, oder wehe seinem Haupte! Andrehängen noch von der Untersuchung ab. Die Rathsversammlungist aufgehoben, Ihr seid entlassen. Ich will nur mein Kleid wech-seln, da dies kaum paffen würde, um darin meinem allcrgnä-digsten Souverain aufzuwarten!"

Einen bittcrn und starken Nachdruck auf diese letzten Wortelegend, stand der Herzog auf und verließ das Gemach.

Ludwigs Sicherheit und, was noch schlimmer, die Ehre Bur-gunds hängt von dem Fall eines Würfels ab," sagte Hpmber-court zu Crevecoeur und CominesGeh eilig nach demSchlosse, Comines du hast eine beredtere Zunge als Crvve-coeur und ich. Deute Ludwig den nahenden Sturm an erwird selber am besten den Piloten für sich zu machen wissen.Ich hoffe, jener Leibgardist wird nichts sagen, was die Sache

7 *