König inPeronne einzog, im Laufe dieser Verhandlungen weitleichter wurde.
Am dritten Tage brachte auch der Graf von Campobafso sei-nen italienischen Scharfsinn, um Karls Bcrathungcn zu unter-stützen; und es war gut für Ludwig, daß der Graf nicht ange-langt war, als sich der Herzog noch in seiner ersten Wuth befand.Unmittelbar »ach seiner Ankunft ward eine regelmäßige Naths-versammlung zusammenberufen, um die Maßregeln zu erwä-gen, die in diesem außerordentlichen Falle zu ergreifen seien.
Bei dieser Gelegenheit gab Campobafso seine Meinung ab, dienach der Fabel von dem Wanderer, der Natter und dem Fuchs ge-bildet war, und er erinnerte den Herzog an de» Rath, den Reinekedem Manne gab, daß er seinen Todfeind zermalmen solle, da ihndas Schicksal in seine Gewalt gegeben hatte. Comines, der desHerzogs Augen bei einem Vorschläge funkeln sah, den ihm sein eig-nes heftiges Gemüth schon wiederholt vorgelegt halte, beeilte sich,die Möglichkeit darzustellen, daß Ludwig vielleicht in der That nichtgeradezu die blutige That befördert haben möge, welche zu Schön-wald geschehen war; daß er vielleicht auch im Stande sein möge,sich von der ihm zur Last gelegten Beschuldigung zu reinigen, unddann auch wohl andere Genugihuung für das Unheil, welches seineJntriguen in des Herzogs und seiner Verbündeten Gebiete veran-laßt, gewähren könne- Aber eine gewaltthätigeHandlung, die andem König verübt würde, werde gewiß für Frankreich sowohl alsfür Burgund eine Reihe der unseligsten Folgen nach sich ziehen,und davon werde diejenige eine der furchtbarsten sein, daß sich dieEngländer die Aufregung und die bürgerliche Zwietracht, die noth-wendig eintreten müsse, zu Nutze machen würden, um die Norman-die und Gupenne wieder in Besitz zu nehme» und jene schrecklichenKriege zu erneuern, welche einzig, wiewohl auch mit Schwierigkeit,durch die Einigkeit Frankreichs und Burgunds gegen den gcmein-
Qnenti» Durward. III. 7