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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
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sorge er, er möchte sich losreißen und vor seinen Augen hin-gerichtet werden. Er ließ ihn auch nicht eher los, als bis ernoch einige Mal die huldreiche Phrase:Geh' in Frieden!^wiederholt hatte, gab aber auch dann noch dem Generalprofoßein geheimes Zeichen, um ihm jedes weitere Verfahren gegenden Astrologen zu untersagen.

So rettete der Besitz einer geheimen Nachricht und der kühneMuth und die Geistesgegenwart Galeotti von der drohendstenGefahr; und so ward Ludwig, der scharfsinnigste sowohl, alsder rachsüchtigste unter den Fürsten seiner Zeit, von der Racheabgehalten durch den Einfluß des Aberglaubens auf ein selbsti-sches Gemüth, welchem auch zugleich das Bewußtsein so vielerVerbrechen den Tod vorzüglich furchtbar erscheinen ließ-

Jndeß kränkte es ihn sehr, daß er so genöthigt war, derbeabsichtigten Rache zu entsagen; und sein Mißmuth schien sichauch seinen Helfershelfern mitzutheilen, denen die Ausführungübertragen worden war. Baläfrü allein, welchem die ganzeSache höchst gleichgiltig war, verließ, als er das Zeichen desGegenbefehls vernahm, den Posten, den er an der Thür ein-genommen hatte und lag binnen wenigen Minuten in tiefemSchlafe.

Nachdem der König sich in das Schlafgemach zurückgezogenund die Gruppe sich in der Halle zur Ruhe gelegt hatte, fuhrder Generalprofoß noch immer fort, die stattliche Gestalt desAstrologen zu betrachten, ganz wie ein Bullenbeißer ein StückFleisch mit dem Blicke verfolgt, welches der Koch seinen Zähnenentrissen hat, während seine Diener in kurzen Phrasen einan-der ihre charakteristischen Ansichten mittheilten.

Der arme verblendete Schwarzkünstler," flüsterte Trois-Echcllcs mit einem Blicke voll geistlicher Salbung und Mit-leid seinem Kameraden zu,hat die schönste Gelegenheit ver-