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als wenn Ihr aufEurcm eignen Throne säßet. DieStunde nachhermag man mit mir machen, was man will—mich kümmert'ü nicht."
„So Hab' ich es von dir erwartet, mein guter Gevatter,"sagteLndwig; „doch hast du gchörigenBeistand ? — Der Verrätherist stark und kräftig, und wird wahrscheinlich nach Hilfe schreien.Der Schotte wird nichts thun, als die Thür bewachen; undauch dahin bracht' ich ihn nur durch Schmeichelei und freund-liches Zureden. Oliver sodann taugt zu weiter nichts, alszum Lügen, Schmeicheln und gefährliche Rathschläge anzuge-ben; und, Venire Laint-clieu! ich halt' es für wahrscheinlicher,daß er den Strick einst selber verdienen, als ihn andern an-legen wird. Glaubt Ihr Leute und Mittel genug zu haben,um das Werk gehörig und sicher zu vollbringen?"
„Ich habe Trois-Eschelles und Petit-Andre bei mir," sagteer — „Leute, so erfahren in ihrem Amte, daß sie von dreiMännern einen aufhängen könnten, eh' es seine beiden Ge-fährten inne wären- Und wir Alle haben beschlossen, mit Eu-rer Majestät zu leben oder zu sterben, da wir wissen, daß wirso wenig Athem werden zu holen haben, sobald der Eure vor-bei ist, als nur je einem unsrer Patienten gestattet ward. —Aber wer ist für jetzt Euer Gegenstand, wenn Eure Majestäterlaubt? Ich bin gern meines Mannes gewiß; denn, wie sichEure Majestät wohl erinnern wird, ich habe mich einigemal indem Verbrecher geirrt und statt seiner einen ehrlichen Taglöh-uer aufgeknüpft, der Eure Majestät nicht beleidigt hatte.
„Sehr wahr," sagte der Andre. „Wisse denn, Tristan, daßdie verurthcilte Person Galeotti ist. — Ihr staunt, aber esist ganz, wie ich sage. Der Schuft hat uns durch falsche undverrätherische Vorspiegelungen hieher gelockt, um uns wehrlosin die Hände des Herzogs von Burgund zu liefern."
„Aber nicht ohne Rache!" sagte Tristan; „wäre es die letzte