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und Hexenmeister, der nicht werth ist, daß du seiner denkst undfür ihn sorgst; ein Hund, dessen Lebenslicht auszublasen in deinenAugen eine so geringe That sein muß,als das Austrcten eines Fun-kens, der von einer Lampe fällt oder aus dem Kamine springt.Denke dieser geringen Sache nicht, holdeste, freundlichste Frau,sondern erwäge, wie du mir am besten in meiner Bedrängniß hel-fen kannst! Und hier drücke ich mein königliches Siegel auf deinBildniß, zum Zeichen, daß ich mein Wort wegen der GrafschaftChampagne halten will, und daß dies das letzte Mal sein soll,wo ich dir mit blutigen Angelegenheiten zur Last falle, da ichweiß, daß du so freundlich, sanft und mildherzig bist."
Nach dieser merkwürdigen Uebereinkunst mit dem Gegenständeseiner Verehrung, recitirte Ludwig, scheinbar mit tiefer Andacht,die sieben lateinischen Bußpsalmen und verschiedene Aves und Ge-bete, die sich vorzüglich auf die Verehrung der heiligen Jungfraubezogen. Dann stand er auf, zufrieden, sich die Fürsprache derHeiligen, zu der er gebeten, gesichert zu haben, und zwar um somehr zufrieden, als er schlau überlegte,daß die meisten der Sünden,wofür er ihre Vermittlung bei andern Gelegenheiten erflehthatte, ganz andrer Art waren, und daß ihn also die Jung-frau von Clerp nicht als einen so verhärteten und geübtenBlutvergicßer ansehn könne, als die andern Heiligen, die eröfter zu Vertrauten seiner blutigen Verbrechen gemacht hatte.
Als er so sein Gewissen gereinigt, oder vielmehr gleich einemGrabstein übertüncht hatte, steckte er seinen Kopf durch die Thürder Halle und rief dcnBalafrö in sein Gemach. „Mein wackrerKrieger," sagte er, „du hast mir lange gedient und hast wenigBeförderung gehabt. Wir sind hier in einem Falle, wo cs meinenTod oder mein Leben gilt; doch möcht' ich nicht gern als ein un-dankbarer Mann sterben und ebenso wenig, in soweit mir's die Hei-ligen gestatten, einen Freund oder Feind ohne Vergeltung hinter-