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dich einige Mal wegen deiner heiligen Schwester von Embrunvernachlässigt; aber ich bin ein König, meine Macht ist groß,mein Reichthum unbeschränkt, und wäre dem nicht so, so wollt'ich lieber die Steuer meiner Unterthancn verdoppeln, als Euchbeiden meine Schulden nicht bezahlen. Oeffne diese eisernenThüren, fülle diese schrecklichen Gräben aus, führe mich, wieeine Mutter ihr Kind führt, aus dieser gegenwärtigen unddrängenden Gefahr! Wenn ich deiner Schwester die Grafschaft' Boulogne gab, um sie für immer zu behalten, habe ich nichtMittel genug, dir gleiche Ergebenheit zu beweisen? du sollst dieweite und reiche Provinz der Champagne haben; und ihreWeinberge sollen ihren Neberfluß in dein Kloster strömen- Ichhatte die Provinz meinem Bruder Karl versprochen; aber er,du weißt es, ist todt — vergiftet durch den gottlosen Abt von St.Johannes d'Anglep, den ich, wenn ich das Leben habe, strafenwill! — Ich versprach dies schon früher einmal, aber diesmalwill ich mein Wort halten. — Wenn ich irgend mit um dasVerbrechen wußte, so glaube, theuerste Patronin, es geschahnur, weil ich kein andres Mittel wußte, um die Mißvergnüg-ten meines Reiches zu beruhigen- O, rechne mir diese alte Schuldheut nicht an, sondern sei, wie du immer warst, mild, gütigund leicht zu erbitten! Geliebteste Jungfrau, bewege dein Kind,daß er mir alle vergangenen Sünden verzeiht, und eine —eine geringe That, die ich noch diese Nacht thun muß — ja,sie ist keine Sünde, theuerste Frau von Clery — keine Sünde,sondern ein im Stillen verwalteter Akt der Gerechtigkeit; dennder Schurke ist der größte Betrüger, der je Lügen in einesFürsten Ohr raunte, und der sich überdies der schnöden Ketzereider Griechen zuneigt- Er verdient deinen Schutz nicht; überlaßihn meiner Hand, und sieh es für eine gute That an, daß ich dieWelt von ihm befreie, denn der Mann ist ein Schwarzkünstler