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tet ward; und dort ist ein geheimer Eingang von unten,durch welchen die Leute hereinkamen, welche die That verrich-teten. Und Eure Majestät, deren Augen hoffentlich Heller alsdie meinigen sind, kann das Blut noch auf den Eichendielensehn, obwohl die That vor fünfhundert Jahren geschah.
Bei diesen Worten bemühte er sich, die kleine Thür, vonwelcher er sprach, zu öffnen, bis der König sagte: „halt, alterMann — halt nur ein Weilchen inne — du bekommst vielleichteine neuere Geschichte zu erzählen und frischeres Blut zu zei-gen.—Herr von Crevecoeur, was meint Ihr dazu?"
„Ich kann weiter nichts antworten, Sire, als daß diesezwei innern Gemächer ebenso zu Eurer Majestät Verfügungstehen, als die in Eurem eignen Schlosse zu Plesfis, und daßCrevecoeur, ein Mann, der nie durch Verrätherei oder Meuchel-mord geschändet ward, mit der äußern Wache beauftragt ist."
„Aber der geheime Eingang zu diesem Gemach, wovon deralte Mann spricht?" Dies sagte König Ludwig in einem leisenund ängstlichen Tone, mit der einen Hand Crevecocurs Armfesthaltend und mit der andern auf die kleine Thür zeigend.
„Es muß ein Traum Mornay's sein," sagte Crevecoeur, „odereine alte und alberne Ortssage; — aber wir wollen Nachsehen."
Er war im Begriff die Thür zu jenem Gemach zu öffnen, alsLudwig antwortete: „Nein, Crövecocur, nein — Eure Ehre istmir hinreichende Bürgschaft. — Aber was hat Euer Herzog mitmir vor, Crevecoeur? Er kann nicht hoffen, mich lange gefangenzu halten; und —kurz, sagt mir Eure Meinung, Crövecoeur."
„Sire," sagte der Graf, „wie zornig der Herzog von Bur-gund über die schauderhafte Grausamkeit, mit welcher die Per-son seines nahen Verwandten und Bundesgenossen behandeltward, sein muß, das kann Ew. Majestät selber beurtheilen;und wiefern er Recht hat, wenn er jene That als angcsMet