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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
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noch hinzu, daß allerdings das Zimmer seit zwanzig Jahrennicht gebraucht worden sei, und vorher auch selten, so vieler gehört habe, seit der Zeit König Karls des Einfältigen.

König Karls des Einfältigen!" wiederholte Ludwig;nunweiß ich die Geschichte des ThurmeS. Er ward hier durchseinen verrätherischen Vasallen, Herbert, Grafen von Verman-dois ermordet. So sagen unsre Annalen. Ich wußte, daßmir etwas auf das Schloß Peronne Bezügliches bekannt war,nur konnte ich mich der Sache nicht entsinnen. Hier wardalso mein Vorfahr erschlagen?"

Nicht hier, nicht genau hier, mit Ew. Majestät Erlaub-niß," sagte der alte Seneschall, mit der eifrigen Hast einesCicerone, welcher die Merkwürdigkeiten eines solchen Orteszeigt.Nicht hier, sondern in dem Nebenzimmer etwasweiter dort, welches neben Ew. Majestät Schlafzimmer ist."

Hastig öffnete er eine kleine Thür an dem obern Ende derHalle, welche in ein Schlafgemach führte, so klein, wie cs indergleichen alten Gebäuden gewöhnlich ist; dafür war cs aberauch um so traulicher, als die weite Halle, durch welche mangegangen war. Einige eilige Vorbereitungen zu des KönigsBequemlichkeit hatte man hier gemacht. Tapeten waren auf-gehangen, ein Feuer in dem Kamin angezündet, welches langenicht benutzt worden war, und ein Feldbett aufgestellt fürdie Herren, welche nach damaliger Sitte die Nacht in des Kö-nigs Schlafgemach zubringen sollten.

Für Euer übriges Gefolge wollen wir Betten in der Hallebereiten," sagte der geschwätzige alte Mann;aber wir habenso wenig Zeit gehabt, mit Eurer Majestät Erlaubniß, undwenn Eurer Majestät gefällt, einen Blick auf die kleineThür hinter dieser Tapete zu werfen, sie führt in das kleine,in der Dicke der Mauer angebrachte Gemach, wo Karl getöd-