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„Wir sind Alle treu," sagte Tristan i'Hermite mürrisch; „dennsollten sieEw.Majestät zum Tode verurtheilen, so würden sie nichtEinen von uns Euch überleben lassen, selbst wenn wir wollten."
„Das nenn' ich eine gute persönliche Bürgschaft für Treue,"sagte der Glorieur, welcher, wie schon erwähnt, mit der Rast-losigkeit, die schwachen Köpfen eigen, sich in ihre Gesellschaftgedrängt hatte.
Unterdessen drehte der eilig herbeigerufcne Sencschall mitgeschäftiger Anstrengung den gewichtigen Schlüssel, welcherdie Pforte des hohen gvlhischen Thurms öffnen sollte, undendlich sab er sich gcnöthigt, den Beistand eines von Cröve-coeur's Dienern anzurufen. Als man geöffnet hatte, tratensechs Leute mit Fackeln ein, und zeigten den Weg durch einenschmalen und gewundenen Gang, welcher an verschiedenen Stel-len durch Schießscharten beherrscht ward, die in Gewölben undFenstern in der Dicke der Mauern angebracht waren. AmEnde dieses Ganges führte eine eben so plumpe Treppe em-por, aus großen Steinblöcken bestehend, die nur grob bear-beitet und von ungleicher Höhe waren. Nachdem sie empor-gestiegcn waren, gelangten sie durch eine starke eiscnbeschlageneThür in die ehemalige große Halle des Thurmcs, die selbstam Tage nur schwach erleuchtet ward, (denn die Oeffnungen,die durch die außerordentliche Dicke der Mauern noch kleinererschienen, glichen eher Spalten als Fenstern), und jetzt voll-kommen dunkel gewesen sein würde, hatte sie der Fackelscheinnicht erhellt. Zwei oder drei Fledermäuse und andre Vögelvon schlimmer Vorbedeutung, erhoben sich bei dem ungewohn-ten Schimmer, flogen gegen die Lichter und drohten sie aus-zulöschen; währenddem entschuldigte sich der Sencschall förm-lich bei dem König, daß die Prunkhalle noch nicht in Ordnunggebracht sei, weil er gar zu wenig Zeit gehabt habe; er fügte