Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
57
Einzelbild herunterladen
 

nämlich nach Tagesanbruch diese Vorsicht noch nöthig sein sollte,denn wir denken diese Sache schnell zu beendigen. Wachtüber die Person Ludwigs, so lieb Euch Euer Leben ist!"

Er stand in zorniger und wilder Hast von der Tafel auf,warf einen Blick voll tödtlicher Feindschaft aus den König undstürzte aus dem Gemach.

Ihr Herren," sagte der König, mit Würde um sich blickend,Gram um den Tod seines Bundesgenossen hat Euren Fürstenwahnsinnig gemacht. Ich hoffe, Ihr kennt Eure Pflicht alsRitter und Edelleute zu gut, um seine verrätherische Gewalt-that gegen die Person seines Lehcnsherrn zu fördern."

In diesem Augenblicke hörte man in den Straßen Trommel-schall und Hörnerklang, um die Soldaten zusammenzurufen.

Wir sind," sagte Crövecoeur, der das Amt eines Mar-schalls am herzoglichen Hofe versah,Unterthanen von Bur-gund und müssen unsre Pflicht als solche thun. Unsre Hoff-nungen, Bitten und Anstrengungen werden dahin gehen, Frie-den und Einigkeit zwischen Ew. Majestät und unserm Lehns-herrn zu stiften. Unterdeß müssen wir seinen Befehlen gehorchen.Diese andern Edelleute und Ritter werden stolz darauf sein,für die Bequemlichkeit des erlauchten Herzogs von Orleans,des tapfern Dunois und des wackern Lord Crawford Sorgezu tragen. Ich selber muß Eurer Majestät Kammerherr sein,und Euch zu Euren Gemächern bringen, die anders beschaffensind, als ich es wünschte, wenn ich der Gastfreundschaft zuPlessis gedenke. Ihr habt bloß Euer Gefolge zu wählen,welches des Herzogs Befehl auf sechs Personen beschränkt."

Dann," sagte der König, im Kreise umherblickend undeinen Augenblick nachsinnend,dann wünsche ich dazu Oliverle Dain; einen meiner Leibgarde, genannt Balafrö, der unbe-waffnet sein kann, wenn Ihr wollt; Tristan l'Hermitc, nebst