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tcn. Wir wollen so handeln, daß ganz Europa die Gerechtig-keit unsers Verfahrens anerkennen soll. — Ihr Herren vonFrankreich, Ihr müßt Eure Waffen meinen Qfficieren über-geben ! Euer Herr hat den Waffenstillstand gebrochen und hatferner keinen Anspruch, die Wohlthaten desselben zu genießen.Aus Achtung jedoch für Euer Ehrgefühl und aus Rücksicht aufden Rang, den er entehrt, und das Geschlecht, welches er ent-würdigt hat, wollen wir unserm Vetter Ludwig sein Schwertnicht abverlangen."
„Keiner von uns," sagte Dunois, „wird seine Waffe abge-ben oder diesen Saal verlassen, ohne daß wir zum mindestensfür die Sicherheit unserS Königs an Leib und Leben Bürgschafthaben."
„Auch legt kein Mann von der schottischen Garde," riefCrawford, „seine Waffen nieder, außer auf Befehl des Kö-nigs von Frankreich oder seines Großconnetables."
„Tapferer Dunois," sagte Ludwig, „und Ihr, mein treuerCrawford, Euer Eifer wird mir schädlich statt nützlich sein- — Ichhoffe," fügte er mit Würde hinzu, „auf meine gerechte Sachemehr als auf eitlen Widerstand. — Gebt Eure Schwerter ab— die edlen Burgunder, die so chrenwerthe Pfänder empfan-gen, werden mehr als Ihr im Stande fein, Euch und michzu schützen. — Gebt Eure Schwerter ab — ich beseht' cs Euch."
So zeigte Ludwig, in dieser schrecklichen Bedrängniß, dieGeistesgegenwart und die klare Urtheilskraft, die allein ihmdas Leben retten konnten. Er war überzeugt, daß er, bises zum wirklichen Kampfe kam, den Beistand der meisten an-wesenden Edelleute haben werde, um die Wuth ihres Fürstenzu mäßigen; sollte aber einmal das Handgemenge begonnensein, so war cs gewiß, daß er und seine wenigen Anhängeraugenblicklich ermordet sein würden- Seine ärgsten Feinde