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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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nicht Untergang und Blutvergießen durch voreilige Ereiferungzu Wege. Unser Vetter, der Herzog, ist erzürnt durch die Nach-richten vom Tode eines nahen und theuren Freundes, des ehr-würdigen Bischofs von Lüttich, dessen Mord wir mit ihm be-klagen. Alte und unglücklicherweise auch neue Gegenstände desArgwohns flößen ihm den Verdacht ein, als hätten wir einVerbrechen befördert, welches unser Herz verabscheut. Sollteunser Wirth uns auf dieser Stelle ermorden uns, seinenKönig und Verwandten, den er fälschlich als Mitschuldigenjenes unseligen Vorfalls betrachtet, so wird durch Euren Auf-stand unser Schicksal wenig erleichtert, sondern im Gegentheilsehr erschwert werden. Daher tretet zurück, Crawford.Wäre mein letztes Wort, ich spreche als ein König zu sei-nem Ofsscier und verlange Gehorsam. Tretet zurück, undwenn cs verlangt wird, gebt Eure Schwerter ab. Ich befehleEuch, so zu thun, und Euer Eid verbindet Euch, zu gehorchen "

Wahr, wahr, mein Fürst," sagte Crawford, zurücktretendund die halbentblößte Klinge in die Scheide stoßend,es magdas Alles ganz wahr sein; aber, bei meiner Ehre, wär' ichan der Spitze von fünfzig meiner braven Leute, statt daß ichmit weit mehr als der nämlichen Zahl von Jahren beladenbin, so wollt' ich versuchen, ob ich von diesen stattlichen Her-ren, mit ihren goldnen Ketten und geschmückten Baretts, dieso schön verbrämt und kostbar verziert sind, einige Genug-thuung erhalten könnte "

Der Herzog blieb, die Augen an den Boden geheftet, einebeträchtliche Weile stehen, und dann sagte er mit bittermSpott:Crevccoeur, Ihr habt Recht; und es verlangt unsreEhre, daß unsre Verbindlichkeiten gegen diesen großen König,unfern geehrten und theuren Gast, nicht so eilig erfüllt wer-den, als wir Anfangs in unserm heftigen Zorne beabsichtig-