Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
53
Einzelbild herunterladen
 

53

ford zwischen ihn und den Gegenstand seiner Rachgier gewor-fen; und die französischen Herren, sich so nahe als möglich zu-sammendrängenv, sammelten sich an derselben Stelle.

Noch hielt der Herzog von Burgund die Hand am Schwerteund schien im Begriff, das Zeichen zu einem allgemeinen Kampfezu geben, der nothwendig mit dem Untergänge der schwächer»Partei geendigt haben mußte, wäre Crevecoeur nicht aufge-treten, welcher mit lauter durchdringender Stimme rief:Mein LehcnSherr von Burgund, bedenkt was Ihr thut! diesist Eure Halle Ihr seid des Königs Vasall vergießt dasBlut Eures Gastes nicht an Eurem Herde, nicht das BlutEures Souvcrains auf dem Throne, den Ihr für ihn errich-tet habt, und zu welchem er unter Eurem Schutze kam. Umder Ehre Eures Hauses willen, versucht nicht einen schreckli-chen Mord durch einen andern noch schlimmern zu rächen!"

Mir aus dem Wege, Crevecoeur," antwortete der Her-zog,und laß meiner Rache freien Lauf! Aus dem Wege! der Zorn der Herrscher ist zu fürchten wie der des Himmels."

Nur wenn er, gleich dem des Himmels, gerecht ist,"antwortete Crevecoeur fest,laßt mich Euch bitten, Herr,die Heftigkeit Eures Temperaments zu zügeln, wie gerechtauch Euer Zorn sein möchte. Und was Euch betrifft, IhrHerren von Frankreich, so ist Euer Widerstand nutzlos, ich em-pfehle Euch daher, Alles zu unterlassen, was Blutvergießenherbeisühren könnte."

Er hat Recht," sagte Ludwig, dessen Kaltblütigkeit ihn indiesem furchtbaren Augenblicke nicht verließ, und der leichtvoraussah, daß man, käme es zum Handgemenge, größere Ge-waltthaten in der Hitze wagen würde, als der Fall sein konnte,wenn der Friede bewahrt würde.Mein Vetter Orleanslieber Dunois und Ihr, mein treuer Crawford bringt