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6 (1851) Quentin Durward
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der auf keine Weise irgend einen Widerstand blicken ließ,welcher zur Gewaltthat hätte reizen können.

Unterdessen herrschte durch die ganze Halle allgemeine Ver-wirrung. Die Thüren waren nach dem Befehl des Herzogsgeschlossen und bewacht; aber verschiedene der französischenRitter, so wenig ihrer auch waren, erhoben sich von ihrenSitzen und hielten sich bereit, ihren Fürsten zu vertheidigen.Ludwig hatte kein Wort weder mit Orleans noch mit Dunoisgesprochen, seit sie aus ihrer Haft im Schlosse Loches befreitwaren, wenn es Befreiung heißen konnte, in des Königs Ge-folge, offenbar mehr als Gegenstände des Argwohns, denneiner ehrenvollen Aufmerksamkeit, mitgeschleppt zu werden;trotzdem aber hörte man die Stimme Dunois' zuerst in demTumulte, indem er sich an den Herzog von Burgund wandte.Herr Herzog, Ihr habt vergessen, daß Ihr ein VasallFrankreichs seid, und daß wir, Eure Gäste, Franzosen sind.Wenn Ihr eine Hand gegen unfern Monarchen erhebt, somacht Euch gefaßt auf die verzweifeltste Gegenwehr von unsrerSeite; denn, glaubt mir, wir werden uns ebenso mit demBlute Burgunds tränken, wie wir mit seinem Weine gethanhaben. Muth, Herzog von Orleans und Ihr, französischeHerren, schaart Euch um Dunois und thut, wie er thut!"

Dies war ein Augenblick, wo ein König sehen konnte, aufwelche Gemüther er sicher bauen durfte. Die wenigen unabhän-gigen Ritter und Edclleute, welche Ludwigs Gefolge bildeten,und von denen die meisten nichts als Beweise der Ungnadevon ihm empfangen hatten, beeilten sich, unerschrocken über diebedeutende Uebermacht der Gegner und über die Gewißheit desUntergangs, wofern es zum Streit kommen sollte, sich an Du-nois anzuschließen und drängten sich, von ihm geführt, zumobern Ende der Tafel, wo die streitenden Fürsten saßen.

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