den, und ihm Feinde unter den Rittern und Edelleuten erweckenmöchte, welche die Sorge für ihres Herrn Person einem Hofnarrenüberlaffen hatten. Sei dem wie ihm wolle, er zog es vor, sich fürseinen Dienst lieber belachen, als loben zu lassen und gab so vieleGascognerprahlereien überseineThaten in derSchlacht zumBesten,daß die meisten glaubten, die Rettung Karls fei eben so erdichtet,wie das klebrige, was er erzählte; und auf diese Weise erhielt ereben den Titel Le Gloricur, der ihm in der Folge immer blieb.
Le Glorieux war sehr reich gekleidet, aber trug nur wenig derüblichen Kennzeichen seines Berufs, und das Wenige deutetemehr symbolisch, als buchstäblich auf seinen Charakter- Sein Kopfwar nicht geschoren, er trug eine Fülle langen lockigen Haars,welches unter seiner Kappe Herabsiel und sich mit einem wohl-gepflegten und zierlich gestutzten Barte vereinigte; dabei hättenseine Züge für hübsch gelten können, wäre ein gewisser verstör-ter Blick des Auges nicht gewesen. Ein Streif von Scharlach-sammet, der von der Mütze herabhing, zeigte den Hahnenkamm,der das hauptsächliche Kennzeichen aller Narren von Professionwar, mehr bildlich an, als er ihn wirklich vorstellen sollte. SeinNarrenstab aus Ebenholz war, wie gewöhnlich, mit einem Nar-renkopf mit silbernen Eselsohren versehen; diese waren aber soklein und so zierlich angebracht, daß man das Ganze für denAmtsstab eines ernstern Würdenträgers hätte halten können, solange man cs nicht genauer betrachtete. Dies waren die ein-zigen Kennzeichen seines Amtes, die an der Kleidung bemerk-lich waren. In andrer Hinsicht war diese ganz gleich mit jenerder edelsten Höflinge. An der Mütze bemerkte man eine goldneSchaumünze; um den Hals trug er eine Kette von demselbenMetall; und der Schnitt seiner reichen Kleider war nicht phan-tastischer, als bei den jungen Zierbengeln, die in ihrer Klei-dung die neueste Mode auf's Aeußerste darzulegen streben.