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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Ligen, reichen und stolzen Fürsten, wie Karl, war, dessen Absichtsicherlich dahin ging, ein unabhängiges Königreich zu stiften.Die Gegenwart des Königs am Hofe des Herzogs von Burgundversetzte diesen Fürsten in die Nothwendigkeit, sich in dem unter-geordneten Charakter eines Vasallen zu zeigen und viele Ge-bräuche der Lehensunterwürfigkeit und Abhängigkeit zu halten,die für einen so stolzen Mann als Herabwürdigung der Eigen-schaft eines souverainen Fürsten erschienen, als welchen er sich beiallen Gelegenheiten so weit als möglich darzustellen strebte-

Obwohl cs indeß möglich war durch ein Gastmahl auf grünemRasen, beim Schall der Hörner, beim Becherklang und all derFreiheit, die ein Mahl im Walde gewährt, viele Cercmonienzu vermeiden, so ward es bei dem Abendmahle um so nöthiger,mehr als gewöhnliche Förmlichkeit zu beobachten.

Vorläufige Befehle in dieser Absicht waren gegeben und beider Rückkehr in Peronne fand der König ein so glänzendes undprächtiges Banket veranstaltet, wie es von dem Reichthume seinesfurchtbaren Vasallen zu erwarten war, welcher fast die ganzenNiederlande (damals der reichste Theil Europa's,) besaß. An demvbern Ende der langen Tafel, seufzend unter der Last des Gold-und Silbergeschirrs und verschwenderisch mit den erlesenstenLeckerbissen versehen, saß der Herzog und zu seiner Rechten, aufeinem etwas höhern Stuhle als sein eigner, der königliche Gast.Hinter ihm stand zu einer Seite der Sohn des Herzogs von Gel-dern, der das Amt eines ObervorschneiderS versah an der an-dern Le Glorieur, sein Spaßmacher, der fast stets in seiner Nähewar; denn gleich den meisten Männern seines hastigen und rohenCharakters, huldigte Karl dem allgemeinen Geschmack seiner Zeitan Hofnarren und Spaßmachern aufs Aeußcrste, indem er das-selbe Vergnügen in ihrer Darlegung seltsamer Einfälle und geisti-ger Schwächen suchte, welches sein mehr scharfsinniger, obwohl