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einen Einfluß zu erlangen, der vortheilhaft für Frankreichs In-teressen sein sollte, so thatendoch Ludwigs persönliche Bemühun-gen, ohne Zweifel auf vorher eingezogene Erkundigungen ge-gründet, in wenig Stunden für die Erreichung jenes Zweckesmehr, als seine Agenten in Jahren erreicht hatten.
Einen einzigen Mann vermißte der König, den er gerade vor-züglich gern für sich gewonnen hätte, und das war der Graf vonCrövecoeur, dessen festes Benehmen, während er als Gesandterin Plcffis weilte, weit entfernt, Ludwigs Unwillen zu erregen, die-sem vielmehr als ein Grund galt, sich womöglich seines Wohlwol-lens zu versichern. ES gereichte eben nicht zu seiner Beruhigung,als er erfuhr, daß der Graf an der Spitze von hundert Lanzen nachden brabantischen Gränzen gezogen war, um, wenn es nöthigwäre, dem Bischof gegen Wilhelm von der Mark und die mißver-gnügten Unterthanen beizustehn; doch tröstete er sich damit, daßdas Erscheinen dieser Macht, im Verein mit den Weisungen, dieer durch treue Botschafter übersandt hatte, dazu dienen dürste,unzeitige Unruhen in diesem Lande zu verhüten, deren Ausbruch,wie er vorhersah, seine jetzige Lage höchst bedenklich machen würde.
Der Hof speiste bei dieser Gelegenheit im Walde, als die Mit-tagsstunde kam, wie es bei dergleichen großen Jagdpartien gewöhn-lich war; diese Einrichtung kam dem Herzog vorzüglich gelegen,welcher die ccremoniöse und unterwürfige Feierlichkeit gern um-ging, die er unter andern Umständen nothwendig gegen den Könighätte beobachten müssen. In der That hatte sich des Königs Men-schenkenntniß in einem Punkte bei dieser merkwürdigen Gelegen-heit geirrt. Er glaubte, der Herzog würde sich ungemein geschmei-chelt fühlen durch ein solches Zeichen der Herablassung und desVertrauens von Seiten seines Lehensherrns; aber er vergaß, daßdie Abhängigkeit dieses Herzogthums von der Krone Frankreichgerade der Gegenstand des bittersten Verdrusses für einen somäch-