Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
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nem. Nun sei unsre Frau von Embrun gepriesen! und Sil-ber soll ihren Hochaltar einfaffen!"

Ludwig nahm in diesem Anfall von Dankbarkeit und Fröm-migkeit,wie gewöhnlich, den Hut ab, wählteeinevondenFiguren,die ihn schmückten, und zwar diejenige, die sein Lieblingsbild, dieheilige Jungfrau vorstellte, setzte es auf einen Tisch, und nie-derkuicend wiederholte er ehrerbietig das gethane Gelübde-

Der Reitknecht, welcher der erste Bote war, den Quentinvon Schönwald abschickte, ward nun mit seinen Schreiben ein-geführt. Sie waren von den Damen von Croye an den Kö-nig gerichtet, und dankten ihm nur in sehr kalten Ausdrückenfür die an seinem Hofe empfangenen Artigkeiten, und dannetwas wärmer für seine Erlaubniß, sich zu entfernen und aufihre Besitzungen wohlbehalten zurückkehren zu dürfen; Aus-drücke, über die Ludwig herzlich lachte, statt sich beleidigt zufühlen. Darauf fragte er Charlot sehr theilnehmend, ob siekeinen Angriff auf der Reise zu bekämpfen gehabt hätten?Charlot, ein einfältiger Mensch, und dieser Eigenschaft we-gen eben erwählt, gab eine sehr confuse Nachricht von demAngriffe, bei welchem sein Kamerad, der Gascogner, getödtetward, wußte jedoch von keinem andern. Sodann fragte Lud-wig genau und umständlich nach dem Wege, den die Gesell-schaft nach Lüttich genommen hätte; und seine Thcilnahmeschien sich zu steigern, als ihm die Antwort ward, daß sie inder Nähe von Namur die geradere Straße nach Lüttich amrechten MaaSufcr cingeschlagen hätten, statt jener am linkenUfer, welche die Instruction vorschrieb. Der König gab so-dann dem Manne ein kleines Geschenk und entließ ihn, indemer seine an den Tag gelegte Besorgniß damit zu bemäntelnsuchte, als habe sie sich nur auf die Sicherheit der Damenvon Crope bezogen.